„Müssen eigene Spieler ausbilden“

Klaus Grüber – SG Welschbillig

15. Oktober 2020, 08:29 Uhr

Die SG Welschbillig hat sich über die Jahre in der Kreisliga A etabliert. Trainer Klaus Grüber erklärt im 11ER-Interview, was nötig ist, um langfristig eine Mannschaft in dieser Spielklasse aufzubauen. 

11ER: Hallo Herr Grüber, wie bewerten Sie den Saisonstart in die neue Runde. Sind Sie mit der bisherigen Punkteausbeute zufrieden?
Klaus Grüber: Mit der Punkteausbeute bin ich durchaus zufrieden. Wir haben es zwar versäumt noch ein paar Punkte auf der Habenseite zu verbuchen, insgesamt sind wir aber gut gestartet. Wir hatten aber auch Glück, dass wir bislang einige Gegner hatten, die vermutlich in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt sind.

11ER: Fernab der Punktzahl. Worin sehen Sie noch Verbesserungsbedarf und was läuft bereits gut?
Klaus Grüber: Was für unsere Verhältnisse gut läuft, ist die gute Trainingsbeteiligung und der Zusammenhalt für unseren kleinen Kader. Wir haben lediglich 18 oder 19 Spieler im Kader, da ist das schon stark, wenn wir mitunter 17 Spieler oder mehr im Training haben. Negativ ist bislang, dass wir viele Großchancen ungenutzt lassen, obwohl wir oftmals gut nach vorne spielen. Dadurch machen wir uns das Leben häufig selbst schwer und bringen uns zum Teil unnötig in brenzlige Situationen.

11ER: Die SG Welschbillig hat sich über die Jahre in der Kreisliga A etabliert. Was ist aus Ihrer Sicht notwendig, um als gefestigtes Team in dieser Liga zu bestehen?
Klaus Grüber: Wir sind eine kleine Spielgemeinschaft und liegen am Rand vom Fußballkreis. Das ist dann oftmals schwierig externe Neuzugänge fix zu machen. Da ist es umso wichtiger alle Spieler bei uns zu motivieren, um ins Training zu kommen, auch aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend. Das sind die Dinge, die wir benötigen. Wir müssen eigene Spieler ausbilden und im Verein behalten. Das ist beispielsweise der große Unterschied zu den Trierer Vereinen, die aus Nachbarvereinen mal eben so fünf oder sechs neue Spieler verpflichten können.

11ER: Beim FC Könen wartet nun eine Partie bei einem Abstiegskandidaten. Was für ein Spiel erwarten Sie dort? Und was fordern Sie von Ihrer eigenen Mannschaft?
Klaus Grüber: Könen ist eine unangenehm zu spielende Mannschaft, egal wo sie in der Tabelle stehen. Sie treten körperlich auf, daher müssen auch wir die nötige Präsenz an den Tag legen, um hier entsprechend dagegenzuhalten.

11ER: Zählt für Sie aufgrund der aktuellen Tabellensituation in Könen nur ein Sieg? Oder könnten Sie auswärts vor dem Spiel auch mit einem Remis leben?
Klaus Grüber: Wir werden in Könen voll auf Sieg spielen. Ganz ehrlich, alles andere als ein Sieg würde mich hier am Ende auch enttäuschen.

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