Im so wichtigen Derby, das finalen Abstiegscharakter trug, verpasste die FSG Ehrang/Pfalzel die große Chance, mit einem Sieg den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze herzustellen.
Stattdessen stehen die Ehranger nach der neuerlichen 1:2-Niederlage nicht nur wieder mit leeren Händen da, sondern der Rückstand auf den rettenden elften Platz ist auf vier Punkte angewachsen. Ursächlich war der 4:3-Auswärtssieg des VfL Trier in Serrig. Auf der anderen Seite befindet sich der FSV Tarforst II nach zuletzt drei Siegen in Serie auf einem guten Weg zum Klassenverbleib. Den Höhenstädtern fehlt nur noch ein Punkt. Christoph Nickl hatte in der neunten Minute eine Flanke aus dem Zentrum von Marcel Dammer aus 20 Metern zum 1:0 verwertet. Die Gäste schlugen sechs Minuten später zurück: Nach Foul von Lewin Raithel an René Jahn erzielte Sascha Kraus vom Elfmeterpunkt den Ausgleich zum 1:1. In der Folge ließ der FSV reihenweise gute Chancen aus. Die beste davon war der verschossene Elfmeter von Marcel Mühlen, der nach einem Trikotzupfer an Leo Reh den Strafstoß aber an den Innenpfosten setze und von dort wieder herausgesprungen war (80.). Das entscheidende 2:1 markierte Nickl fünf Minuten zuvor, als dessen 17-Meterschuss unter den Armen von Ehrangs Torwart Nico Lautwein hindurch gerutscht war. Trotz etlicher starker Paraden in der gesamten Partie wurde Lautwein auch irgendwie zum tragischen Helden. Nach einem Foul von hinten am durchlaufenden Nickl sah Ehrangs David Reitz in der 90. Minute die Ampelkarte. „Wir waren über die gesamte Spielzeit die aktivere Mannschaft, müssen aber viel früher das 2:0 nachlegen, bevor Ehrang zum Ausgleich kommt. Auch haben wir es nach der Halbzeit versäumt, den Sack zuzumachen. Marcel Mühlen und Chris Nickl hatten dicke Möglichkeiten zum 3:1 nach Kontersituationen. Bei Schüssen von Leo Reh und Nickl parierte der Ehranger Torwart stark. Wir haben es dann echt gut verteidigt. Wir hatten schon ein bisschen mehr Gegenwehr und mehr Offensiv-Power von Ehrang erwartet. Es war eine faire Partie und wir waren etwas überrascht, dass es nicht dreckiger wurde und Ehrang nicht alles nach vorn warf.“ FSG-Coach Christoph Marzi war die Enttäuschung über die bittere Niederlage förmlich anzumerken. „Die Enttäuschung von gestern nagt noch heute an mir. Es war ein durchweg schlechtes Spiel von uns. Keine Spielfreude und kein Zweikampfverhalten. Man hat nicht gemerkt, dass es um den Klassenerhalt geht. Wir haben uns viel vorgenommen, aber haben nichts davon auf den Platz bekommen.“
