Im brisanten Hochwaldderby trennten sich der TuS Schillingen und die SG Niederkell torlos. Damit wahrten die Gäste aus Waldweiler, Mandern und Kell ihre Chancen auf den Klassenverbleib.
Dabei stand der Auftritt ein paar Kilometer weiter für die Niederkeller unter keinem guten Stern. Denn Kapitän und Torjäger Jakob Reichert musste bereits nach 25 Minuten mit muskulären Problemen ausgewechselt werden. Das Derby war relativ chancenarm und spielte sich häufig in der neutralen Zone ab. Ab und an fuhren beide Mannschaften ein paar Konter, ab und an wurden Standardsituationen gut verteidigt, sodass Hundertprozentige Mangelware blieben. Keiner wollte einen Fehler machen, der Respekt voreinander und die Taktik prägten ein eher unspektakuläres Hochwaldderby. Max Massmann hielt kurz nach Wiederbeginn einen Kopfball von Lukas Thome. Schillingen versuchte es über Distanzschüsse. Jannik Willems fand seinen Meister in Massmann, der auch nach einem langen Ball auf Luca Bernheine zur Stelle war. Marco Engel dribbelte sich anschließend durch die SG-Abwehr, doch Massmann klärte zur Ecke. Die sich bietenden wenigen Konterchancen wurden von den Gästen aber auch nicht überzeugend ausgespielt, sodass es beim gerechten torlosen Unentschieden blieb. Für die Niederkeller war es das erste Remis in der laufenden Runde. „Ich kann jetzt nicht sagen, dass es ein Nichtangriffspakt gewesen ist. Wir haben uns auf unsere alten Defensivstärken besonnen und einen Punkt mitgenommen. Am Ende war es ein gerechtes Ergebnis, obgleich wir schon die klareren Chancen hatten. Die 350 Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung. Das war schon Derbyfeeling, auch wenn das große Spektakel ausgeblieben ist“, zeigte sich Schillingens Trainer Gerd Morgen mit dem Punkt zufrieden. Für Niederkells Trainer Robin Witzel war das 0:0 zu wenig, obgleich dieser zugab, dass „es ein gerechtes Ergebnis ist. In diesem brisanten Derby haben wir zunächst überaus nervös agiert und waren teilweise auch zu ängstlich. In der ersten Halbzeit gab es auch wenig Spielfluss. Wir wussten in der Halbzeit vom 4:3-Sieg des VfL in Serrig und haben entsprechend eine Schippe draufgelegt. Es lief dann wesentlich besser – wir haben in der letzten Viertelstunde aufs Tor gedrückt, hätten unsere Angriffe jedoch mit einem Ticken mehr Cleverness besser ausspielen müssen. Es gab keine zwingenden Torchancen auf beiden Seiten. Ich habe dann Simon Marx in die Partie gebracht, in der Hoffnung, das Hinspielergebnis zu kopieren und dass uns der entscheidende Punch gelingt. Doch am Ende hatte das Derby auch keinen Sieger verdient“.
