Rheinlandliga, Vorberichte

Bitburg empfängt das Schlusslicht

08. Oktober 2020, 00:00 Uhr

Foto: Archiv

Der FC Bitburg empfängt nach der 0:4-Pleite beim TuS Kirchberg den Tabellenletzten aus Windhagen. Vor heimischem Publikum will die Ewertz-Elf nun Wiedergutmachung betreiben und eine deutliche Reaktion auf die zuletzt schwache Vorstellung sein. Das Ziel: drei Punkte.

FC Bitburg – SV Eintracht Windhagen

Nach dem 0:4 von Kirchberg heißt es für den FC Bitburg Wundenlecken und sich neu zu fokussieren. Doch bevor die Bierstädter Windhagen empfangen, muss der FC am Mittwochabend sein Rheinlandpokal-Auswärtsspiel in Zeltingen bestreiten. Trainer Fabian Ewertz zog es vor, die Videoanalyse und die Nachbesprechung des Kirchberg-Spiels kurz, aber prägnant zu halten. „Es war zum richtigen Zeitpunkt ein Spiel, aus dem man vieles rausziehen kann an Erkenntnissen. In Kirchberg haben uns die Zielstrebigkeit und das Zweikampfverhalten gefehlt. Wenn dann noch kapitale Böcke hinzukommen., verlierst du so ein Spiel.“ Nun erwartet jeder aus dem Bitburger Umfeld nicht nur eine Reaktion, sondern auch einen Heimsieg, denn die Eintracht aus Windhagen ist noch ohne Punktgewinn Tabellenletzter. „Klar, erwartet jeder von uns, dass wir gewinnen, dafür müssen wir aber 100 Prozent auf den Platz bringen und die Fehler minimieren.“ Ewertz’ Fokus dürfte auch auf der Offensive liegen, die zuletzt ohne die erhoffte Wirkung blieb. „Wir sollten zielstrebiger sein und mit mehr Körperlichkeit agieren.“ Dafür hat der Bitburger Coach Antony Delgado eine neue Rolle verpasst. Der ehemalige Mehringer, der zunächst als Innenverteidiger fungierte, soll sich fortan im Sturmzentrum beweisen. „Antony wird im Pokal bereits im Sturm auflaufen, weil ich ihn nicht zwingend als Innenverteidiger sehe.“ Auch dem jungen Tobias Pauls fehle es noch an Körperlichkeit und Durchsetzungsvermögen. Alles in allen sollen drei weitere Punkte her, um in den nächsten Wochen entspannter zu agieren. Ewertz: „Drei Punkte sollten unser Anspruch sein, auch wenn ich Windhagen nicht so schlecht sehe. Mit einem Heimsieg könnten wir wieder ins obere Grüppchen der Tabelle vorrücken. Unser erstes Ziel muss es sein, nicht in untere Tabellenregionen abzurutschen.“
Bitburg, Sonntag, 11.10., 16.00h

SV Mehring – TuS Kirchberg

Durch das Pokal-Aus in Zeltingen in der ersten Runde des Verbandspokals durfte sich der SV Mehring in aller Ruhe auf sein Heimspiel gegen die Hunsrücker vorbereiten. Trainer Bernd Körfer sah eine gute Mehringer Mannschaft bei deren Sieg in Neitersen am vergangenen Wochenende. „Die Jungs haben das in Neitersen gut umgesetzt, ich war zufrieden, nur müssen wir drei Tore mehr erzielen.“ Nach vier Siegen in der Fremde ist die Gier nach dem ersten Heimdreier größer denn je. „Wir werden alles dafür tun, um den ersten Dreier daheim unter Dach und Fach zu bringen.“ Körfer hat den Gegner gegen Bitburg beobachtet. „Ich denke, dass wir Kirchberg richtig einzuschätzen wissen. Sie agieren in unterschiedlichen Systemen, haben viele gierige, junge Spieler in ihren Reihen und sind sehr unangenehm.“ Sollen die zwei Heimpleiten gegen die SG Hochwald und den FC Bitburg vergessen gemacht werden, muss das Team richtig Gas geben. Körfer: „Ich hole den Jungs den Druck komplett weg. Die sollen richtig Gas geben, sich den Allerwertesten aufreißen und ihren Stiefel runterspielen. Gelingt das, gehen wir als Sieger vom Platz. Das sind wir auch unseren vielen treuen Zuschauern schuldig.“ Im Vorjahr gab es nur ein Spiel zwischen beiden Teams, das in Mehring torlos endete. In der Rheinlandpokal-Saison 2015/16 gewann der SVM in Kirchberg 3:2. Das alles aber ist Schnee vom gestern. Personell hat Körfer ein paar Sorgen. Denn Ensa Ceesay hat nach einer leichten Knöchelverletzung noch Trainingsrückstand, auch bei Simon Monzel, der sich an der Schulter leicht verletzt hat, und Sebastian Dietz stehen noch Fragezeichen. Philipp Lattig ist körperlich noch nicht in der Lage zu trainieren und Jan Claasen ist derzeit in Berlin bei der Bundespolizei im Einsatz und daher nicht verfügbar. Auch Max Hoffmann ist aufgrund einer Schambeinentzündung noch kein Thema. Max Meyer, der bereits in Neitersen zu einem Kurzeinsatz kam, kann sich über die Trainingseinheiten für einen Startelfeinsatz empfehlen. Zurück sein wird auch Sebastian Schmitt, der in Neitersen eine Sperre abzusitzen hatte.
Mehring, Sonntag, 11.10., 15.00h

SG Hochwald Zerf – FC Metternich

Die SG Hochwald eilt weiter von Sieg zu Sieg und blieb vorigen Sonntag auch in Malberg beim 3:1 in der Erfolgsspur. Die Tabellenführung, den sich das Team mit der SG Mendig/Bell teilt, soll auch nach der Partie gegen den FC Metternich Bestand haben. Trainer Fabian Mohsmann, der gemeinsam mit Robin Mertinitz in der sportlichen Verantwortung steht, will mit seinem Team die Sensation weiterleben. „Zunächst bestreiten wir vor unseren Zuschauern das Rheinlandpokalspiel gegen Tarforst. Wenn es uns gelingt, eine Runde weiterzukommen, können wir den Schwung auch in das Punktspiel gegen Metternich transportieren. Wir können ohnehin mit viel Selbstvertrauen in die Spiele gehen.“ Der Ligaprimus empfängt mit den Koblenzer Vorstädtern den Tabellen-13., der im Sommer neu in die Liga kam. Die zwei Siege, die das Team von Trainer Dominik Treis einfuhr, wurden zu Hause bewerkstelligt, auswärts ist der FCM noch ohne Ertrag. Trotz der klaren Favoritenstellung der Hochwälder plagen Mohsmann ein paar Personalsorgen. Robin Mertinitz ist weiterhin verletzt, dessen noch ausstehender MRT-Termin soll Klarheit darüber bringen, ob die Rückenverletzung längerfristiger Natur ist oder nicht. Peter Irsch fällt mit einem Muskelfaserriss sechs Wochen aus und Mohsmann selbst plagt sich mit einem Virusinfekt herum. Auch der erkrankte Patrick Dres steht den Zerfern nicht zur Verfügung.
Hentern, Samstag, 10.10., 15.00h

FV Morbach - FSV Trier-Tarforst

Die einen Hui, die anderen Pfui: Während der FSV Tarforst nach dem Last-Minute-Heimsieg mit breiter Brust in Morbach aufschlagen dürfte, kassierte der FV Hunsrückhöhe Morbach die dritte Auswärtsniederlage in Folge. Eine beachtliche Negativserie, die die Morbacher nur kompensieren können, indem sie jedes ihrer Heimspiele gewannen. Unterm Strich bleiben damit neun Punkte und der siebte Tabellenplatz und die direkte Nachbarschaft zum Achten Tarforst. Beste Voraussetzungen also für das Derby, die zuletzt meist mit einer Punkteteilung endeten. Aufgrund der engen Abstände zur unteren Tabellenhälfte – nur drei Punkte trennen Platz sechs und 15 – dürften sich aber weder die Hausherren noch die Gäste mit einem erneuten Remis zufrieden geben. Zumal es für Tarforsts Heiko Weber auch ein Gastspiel an der alten Wirkungsstätte wird, denn erst zur aktuellen Saison wechselte Weber von den Morbachern zu den Trierer Höhenkickern.
Morbach, So., 11.10., 15.00h

SG Ellscheid - SG Neitersen/Altenkirchen

Mit nur zwei Punkten nach sechs Partien beträgt der Abstand auf das rettende Ufer für die SG Ellscheid bereits vier Punkte. Noch schlechter steht derzeit die SG Neitersen/Altenkirchen da, die nur einen Zähler verzeichnete. Im direkten Duell geht es für die Kellerkinder nun um eminent wichtige Punkte. Wer hier verliert, dürfte den Abstiegsplätzen in den nächsten Wochen treu bleiben. Ein Favorit kristallisiert sich trotz des Ellscheider Heimrechts nicht heraus. Mit zwei bzw. drei erzielten Toren und zwölf bzw. 14 Gegentoren haben beide Teams vorne wie hinten Nachholbedarf. Im direkten Duell könnte nun die Tagesform eine entscheidende Rolle spielen.
Udler, So., 11.10., 15.30h

TuS Montabaur - SG Schneifel-Auw

Nach zwei Niederlagen in Folge durfte die SG Schneifel-Auw endlich wieder einen Dreier bejubeln, denn man schlug den starken Bezirksligisten aus Schweich mit 2:1 im Rheinlandpokal. Nun gilt es, diesen Aufwind nach Montabaur zu tragen und das Zwischentief in der Rheinlandliga zu beenden. Mit zehn Punkten sind die Schneifeler voll im Soll bezüglich des ausgegebenen Ziels Klassenerhalt, doch ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die SGS nur vier Punkte von Platz 15 trennt. Dementsprechend wichtig sind Spiele gegen Liganeulinge, die ebenfalls schnellstmöglich die Klasse sichern wollen. Mit Metternich schlug die SG Schneifel bereits am ersten Spieltag einen Aufsteiger, mit Montabaur wartet nun der nächste. Aber Vorsicht: Der TuS benötigt einen Erfolg, da man sich zuletzt gegen Mayen nur die Punkte teilte und gegen Tarforst in der Schlussminute noch einen Punkt abgeben musste. Mit einem Sieg gegen die SGS könnte man das eigene Selbstvertrauen stärken und gleichzeitig einen großen Satz in der Tabelle machen. Ein lohnendes Ziel, dass die Aufgabe für Auw nur erschweren wird. Zumal die Mannschaft von Johannes Mayer auswärts bisher eine unglückliche Figur abgab und noch auf den ersten Dreier in der Fremde wartet.
Montabaur, So., 11.10., 14.30h
(ls)

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