Jochen Weber coacht die Mosella in seinem sechsten Jahr und musste gleich in seinem ersten Trainerjahr den Abstieg aus der Rheinlandliga kompensieren. Der frühere Trainer des einstigen A-Ligisten SV Morscheid hat sehr erfolgreiche Jahre hinter sich, doch der ersehnte Wiederaufstieg in die Verbandsliga blieb bislang aus. Der Aufstieg steht klar oben auf der Schweicher Agenda.
11ER: Der Auftakt in Pfalzel ist geglückt. Gab es vor dem Derby gegen den spielstarken Aufsteiger Bedenken hinsichtlich eines möglichen Fehlstarts?
Jochen Weber: Nein, ich hatte keinerlei Bedenken, weil wir eine gute Vorbereitung hatten. Außerdem wollte ich dem Spiel nicht so viel Gewichtung beimessen, wie es manche Medien getan haben. Wir müssen bedenken, dass wir eine ultralange Saison vor uns haben, wo noch vieles passieren wird. Doch wir haben einen breiten Kader und sind gewappnet.
Weber: Seit Beginn der Vorbereitung habe ich mit den Jungs viel Freude. Die ziehen sehr gut mit, ich bin zufrieden. Die Jungs wissen um eine lange Saison, in der jeder seine Einsätze bekommt.
Weber: Klar sind wir dazu in der Lage. Wenn wir das Potential, das wir in uns haben, ausschöpfen, bin ich felsenfest vom Aufstieg überzeugt. Wir wollen versuchen aufzusteigen und das haben wir auch klar als Ziel formuliert.
Weber: Das sind alles junge Leute aus dem eigenen Nachwuchsbereich, auch teilweise aus der A2, die jetzt in der Zweiten spielen. Als Verein wollen wir unseren Weg, mit den einheimischen Talenten zu arbeiten, weitergehen. Doch nur mit jungen Leuten geht es nicht, eine gute Mischung ist notwendig. So hat sich Patrick Herres sehr gut eingefügt, auch charakterlich. Mit ihm haben wir eine super Qualität nachgeschoben. Und Felix Kloy, der aus dem Ruwertal kam, ist im Tor eine Bank, bringt genauso eine Klasse mit wie Martin Klar. Er hat letzte Woche im Pokalspiel gegen Langsur einen Unhaltbaren aus dem Winkel geholt.
Weber: Am Sonntag kann alles schon wieder ganz anders sein. Es wird eine lange Runde. Wir spielen gegen Wittlich auf dem unebenen Rasenplatz in Flußbach, doch unser Anspruch ist, jedes Spiel zu gewinnen. Wir müssen unserer Linie treu bleiben.
Weber: Das 2:2 in Lüxem hat gezeigt, wie dicht wir aneinander dran sind und beim 3:3 in Schweich am Winzerkeller haben wir lange in Unterzahl gespielt und doch das Remis gerettet.
Weber: Die Grundausrichtung ist offensiv, wir wollen über den Ballbesitz die Räume schaffen und Chancen erarbeiten. Das Gleiche will Wittlich sicherlich auch. Es wird intensiv und eng.
Weber: Kyllburg hat eine kampfstarke Truppe, die sich nie aufgibt und körperlich sehr robust ist. Wir nehmen diese Aufgabe zu 100 Prozent ernst, doch wir wollen auch unser Ding durchziehen und müssen hochkonzentriert sein.
Weber: Lukas Bollig ist verletzt und fällt drei Monate aus. Carsten Reis und Nico Schmitt fehlen wegen Innenbandverletzungen bzw. einem lädierten Sprunggelenk. Bereist seit einem halben Jahr ist Philipp Grundmann verletzt. Er laboriert an muskulären Problemen im Bauch und hat einen Zehenbruch erlitten. Sonst ist alles an Bord. (ls)