Leidenschaft pur, neun Tore und zwei völlig verschiedene Halbzeiten sahen die Zuschauer in Strohn.




Für den FSV Salmrohr war bei seinem Gastspiel in der Vulkaneifel jede Menge Geduld angesagt. Denn nach 20 Minuten hieß es nach Toren von Robin Thullen (16.) und einen verwandelte Elfmeter von Benedikt Kaufmann bereits 2:0 für die Alfbachtaler. Hendrik Thul hatte den FSV nach einem Eckball mit dem Anschluss zwar wieder ins Spiel gebracht (22.), doch Tom Hoff antwortete postwendend mit dem 3:1 (25.). Niemand ahnte zur Halbzeit, dass Salmrohr nochmal so dominant und vor allem auch so effizient auftreten und noch zu einem klaren 6:3-Erfolg kommen sollte. Mit einem verwandelten Foulelfmeter von Jan Brandscheid witterte der FSV Morgenluft (52.), ehe Noah Wrusch nur vier Minuten später super Kombination egalisierte – 3:3 (56.). Dann gab es kein Halten mehr und die Gäste kamen so richtig in Fahrt. Nach Ecke von Lucas Abend war Linus Roth mit dem Kopf zum 4:3 zur Stelle (68.). Sechs Minuten später stellte Hendrik Thul auf 5:3 (74.), bevor Cousin Louis mit seinem elften Saisontor den 6:3-Endstand markierte (79.). „Weil alle gedacht haben, weniger machen zu müssen, stand es Ruckzuck 2:0. Ich habe den Jungs in der Kabine eine Ansage gemacht und wohl die richtigen Worte gefunden. Als wir richtig aufgedreht haben, hatte Ellscheid keine Chance mehr. Wir zeigten eine hohe Laufbereitschaft, haben die Tore super herausgespielt und tolle Kombinationen gezeigt“, sah FSV-Coach Rudi Thömmes in der zweiten Halbzeit einen hochverdienten Sieg. Wie Thömmes ergänzte, habe Ellscheid seine Abwehr mit „relativ einfachen Mitteln ausgehebelt“. Ellscheids Spielertrainer Markus Boos sah zwei grundverschiedene Halbzeiten. „In der ersten Halbzeit hatten wir Salmrohr im Griff, haben super umgeschaltet und fast gar nichts zugelassen. Wir hätten un dieser Phase auch das 4:1 machen können. Das Gegentor zum 3:2 durch einen strittigen Elfmeter fällt zu früh. Nach dem Seitenwechsel war uns Salmrohr komplett überlegen, wir sind gar nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen und haben jeglichen Zugriff auf deren starke Offensive verloren.“

Foto: Sandra Maes