Die SG Ruwertal/Gutweiler wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und fuhr drei verdient errungene Punkte ein. Während die Hausherren an der SG Saartal im Klassement vorbeizogen, wird die Lage für Zewen immer prekärer.




Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits sechs Punkte. In Kasel kamen beide Mannschaften jedoch früh auf Temperatur. Steve Kirchen markierte nach Vorarbeit von Fabian Eiden den Führungstreffer (2.), ehe der Ex-Ruwertaler Philip Kartz mit einem herrlichen Distanzschuss für Zewen ausglich (13.). Mit seinem zwölften Saisontor ließ Eiden Ruwertal erneut in Front ziehen, bevor Kirchen mit seinem zweiten Tor zum 3:1-Endstand einnetzte und (72.) die Weichen 20 Minuten vor Schluss auf Heimsieg stellte. „Taktische Fehler bzw. Fehler im Mittelfeld führten zum 1:1. In einem teilweise wilden und zerfahrenen Spiel haben wir das 3:1 gemacht und hinten raus noch drei, vier Torchancen liegen gelassen. Es war keine Super-Leistung von uns, weil wir das Spiel früher entscheiden müssen. Insgesamt haben wir aber unsere Qualität auf den Platz gebracht“, zog Ruwertals Trainer Bastian Jung eine positive Bilanz. Zewens Co-Trainer Daniel Maes zog dieses Fazit: „Wir haben früh nach zwei Minuten hinten gelegen durch einen individuellen Fehler, kommen dann mit einer passenden Antwort gut zurück, als ein Distanzschuss Philipp Kartz unhaltbar einschlägt. Wir haben nach dem Tor auch gute Spielanteile gehabt bis wir einen weiteren individuellen Fehler begehen und den Gegner zum erneuten Führungstreffer eingeladen haben.“ Maes weiter: „Eine Großchance gab es im Anschluss durch Babacar Diop, der gut von Erik May in Szene gesetzt wurde, doch am leeren Tor vorbei geschoben hat. So ist das Spiel dann vor sich hin geplätschert, als wären beide Mannschaft im gesicherten Mittelfeld und hätten zum Sonntags-Kick eingeladen. Nach dem Seitenwechsel haben wir nicht genug Geschwindigkeit im Spiel gehabt und auch nicht immer korrekt verschoben bzw. auch angeschoben. Ruwertal hatte dann auch vermehrt die Chance, den Deckel drauf zu machen, sie haben es aber nicht sauber ausgespielt.“

Foto: Sandra Maes