Es ist vollbracht: Die Schweicher Mosella hat sechs Spieltage vor dem Ende einer souveränen Saison den Meistertitel in der Bezirksliga eingetütet und den Aufstieg in die Rheinlandliga gefeiert.
Die Rückkehr nach achtjähriger Abstinenz in die höchste Verbandsspielklasse ist somit perfekt. In einer Saison der Superlative setzte die Mosella mit dem 3:0-Erfolg in Strohn gegen eine starke Ellscheider Mannschaft das I-Tüpfelchen und durfte sich als einer der frühesten Titelträger der Historie der Bezirksliga feiern lassen. Das Spiel und die anschließende Titelsause erlebten dann auch rund 200 mitgereiste Schweicher Fans hautnah mit. Nach den Vorfeierlichkeiten in Strohn setzte sich der Schweicher Tross anschließend in Richtung Heimat in Bewegung und ließ es bis in die frühen Morgenstunden im Clubheim am Winzerkeller gehörig krachen. Die letzten Aufstiegshelden sollen erst nach Sonnenaufgang gesichtet worden sein. Trainer Thomas Schleimer zeigte sich überglücklich, nach acht Jahren in der Bezirksliga endlich wieder Rheinlandligist zu sein. „Das haben sich die Jungs und alle drumherum absolut verdient. Der Aufstieg ist der Lohn und das Ergebnis der riesigen Anstrengungen in den letzen Jahren. Ein besonderes Lob geht dabei an die Verantwortlichen im Jugendbereich, die mit ihrer akribischen Arbeit die Grundlage geschaffen haben, dass das jetzt möglich wurde“, und unterstrich damit die außergewöhnlich gute Jugendarbeit, die der TuS Mosella Schweich generell leistet.
Meistermacher Thomas Schleimer, der vor zwei Jahren die Mannschaft von Jochen Weber übernahm, ließ den Tag noch mal Revue passieren. „Trotz der frühen 2:0-Führung hat man die Nervosität und Anspannung unserem Spiel bis kurz vor Schluss angemerkt. Meine Jungs haben aber mal wieder unbändigen Willen und Mentalität gezeigt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist es uns dann gelungen, das Spiel zu gewinnen und die Meisterschaft einzutüten. Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“ Die dritte Halbzeit war dann umso schöner. „Zunächst haben wir die Meisterschaft zusammen mit unseren Fans in Strohn (wir hatten zwei Busse eingesetzt) und im Anschluss in Schweich im Vereinsheim bei Erna und Erwin ausgelassen gefeiert.“
Die Partie auf dem Strohner Kunstrasen vor knapp 350 Zuschauern ist schnell erzählt. Valentin Frick ließ den frisch gebackenen Meister bereits nach zwölf Minuten in Front ziehen, doch anschließend kam Ellscheid stark in die Partie, erzielte nicht nur Gleichwertigkeit in den Offensivaktionen, sondern hätte durchaus auch zum Ausgleich kommen können. Zunächst musste SG-Spielertrainer Markus Boos, der selbst an so ziemlich allen Angriffsaktionen beteiligt war und ständig für Unruhe sorgte, den verletzungsbedingten Ausfall von Thomas Schweisel als Abwehrchef zur Kenntnis nehmen. Der hatte sich in der 14. Minute am Fuß verletzt. Eine Aktion später war es Anton Minninger, der nach einem Pass von Boos am Pfosten scheiterte. Ellscheid besaß zwischen der 15. und 30. Minute eine richtig gute Phase, in der es auch 1:1 oder 2:1 für die Hausherren hätte stehen können. Doch mitten in die Drangphase der Alfbachtaler setzte die Mosella mit dem 2:0 einen schmerzhaften Nadelstich. Torjäger Stephan Schleimer stand nach einem weiten Einwurf und nachfolgender Kopfballverlängerung am zweiten Pfosten goldrichtig und netzte in der 24. Minute zum 0:2. Auch im zweiten Durchgang zeigten die Hausherren eine ansprechende Partie, besaßen viele gute Aktionen, doch so richtig zwingend waren sie nicht. Schweich zeigte sich effektiv und legte in der 80. Minute durch Schleimer mit dem 3:0 den (Meister-) Deckel drauf. Nach einer tollen Kombination über Alexander Schwarz und Jens Schneider war der Goalgetter der Liga mit seinem insgesamt 36. Saisontreffer zur Stelle. Markus Boos auf Ellscheider Seite war trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt, denn das 0:3 ist definitiv zu hoch ausgefallen. Schweich hat aus fünf Chancen drei Tore gemacht. Genau das zeichnet sie unter anderem aus. Sie agieren clever und routiniert. Auch in der chancenarmen zweiten Halbzeit hatten wir einige gute Aktionen nach vorn, die wir aber nicht komplett zu Ende gespielt haben. Drei Halbchancen waren dann doch zu wenig, um Schweich noch mal in Gefahr zu bringen. Der Glückwunsch geht nach Schweich, die ein verdienter und würdiger Meister und Aufsteiger sind.“
Bild: TuS Mosella Schweich
