Sieben Punkte trennen Spitzenreiter Euren vom Tabellendritten Olewig – ein Abstand, der sich in den letzten Wochen verringerte. Im direkten Duell und Stadtteilderby bietet sich den Olewigern nun die Chance, mit einem Sieg für neue Spannung im Titelrennen zu sorgen und selbst in dieses einzusteigen.
Der TuS Trier-Euren präsentierte sich zu Beginn der Restrunde in Meisterform, als er fünf Spiele in Folge ohne Gegentor gewann und so die Tabellenführung behauptete. Eine starke Leistung, wenngleich in drei Spielen nur ein Tor den Unterschied machte. Vor zwei Wochen folgte dann der erste Rückschlag: Die Trierer unterlagen dem FC Könen zuhause mit 0:2 und gaben die Spitzenposition an die damals punktgleiche SG Wincheringen ab. Nur eine Woche später sieht die Welt aus Eurener Sicht wieder deutlich besser aus, denn durch den Sieg bei der SG Hochwald II (2:4) und die Niederlage Wincheringens liegt der TuS abermals mit drei Punkten Vorsprung auf Rang eins. Die Meisterfeier sollte man allerdings noch nicht planen, stehen dem Primus doch noch schwierige Spiele bevor.
Den Auftakt in die finalen vier Wochen macht die vermutlich größte Herausforderung: der SV Trier-Olewig. Die Olewiger präsentierten sich in den vergangenen Partien in starker Form und reisen mit sechs Siegen in Folge in den Trierer Westen. Erfolge, durch die der SVO auf den dritten Tabellenplatz vorzog und dort nur noch vier Punkte Rückstand auf Rang zwei und sieben auf Euren hat. Im Saisonendspurt ist mit weiteren Siegen daher noch alles möglich.
Fundament für den aktuellen Erfolg der Olewiger ist eine klare Leistungssteigerung in der zweiten Saisonhälfte. Während man in der Hinrunde wie in der Vorsaison mit Verletzungen und schwankenden Leistungen kämpfte (20 Punkte in 13 Spielen), führt man die Rückrundentabelle zusammen mit dem FC Könen an. Nur eine Niederlage kassierte die Elf von Denys Surma in den vergangenen neun Partien, entschied ansonsten alle Spiele für sich – mit einem Torverhältnis von 27:8. Zum Vergleich: Euren (21 Punkte) in der Rückrunde kassierte ebenso viele Gegentore, traf mit 14 Toren aber fast nur halb so oft und in der Hinrunde stand der SVO nach 13 Spielen noch bei 30:24 Toren. Der Drittplatzierte fand also nicht nur zu seiner defensiven Stabilität, sondern legte gleichzeitig auch offensiv zu.
Das Stadtteilderby zwischen dem TuS Euren und dem SV Olewig wird ein Spiel auf Messers Schneide für beide Teams: Euren will die Tabellenführung behaupten, Olewig muss siegen, um die Chance auf die Aufstiegsränge am Leben zu halten. Den größeren Druck könnte demnach der Tabellendritte verspüren, der im Zugzwang ist. Für Euren, das als Aufsteiger in die Saison startete, ist der direkte Durchmarsch schließlich kein Muss – vier Spieltage vor Schluss dürfte man einen dritten Tabellenplatz in der Endabrechnung dennoch als Enttäuschung empfinden.
Abseits dieser Ausgangslage steht im Trierer Westen eine Partie an, die aufgrund der Klasse beider Mannschaften für beste Unterhaltung sorgen sollte. Das Hinspiel gewannen die Olewiger mit 3:0 und fügten dem Spitzenreiter so eine seiner insgesamt drei Niederlagen zu. Folgt am Sonntag die vierte, wird es im Saisonendspurt ein Dreikampf um die obersten beiden Plätze.
Trier-Euren, So., 03.05., 14.30h
