Am Ende wurde es für die Hausherren richtig bitter. Das 1:1 war für den FSV Salmrohr deutlich zu wenig, um die Hoffnungen auf den zweiten Platz zu untermauern.
Bis auf zwei gute Gelegenheiten, die der SV Sirzenich im gesamten Spiel besaß, ließ Salmrohr defensiv nicht viel zu, vergab dazu reihenweise beste Chancen, die Trainer Rudi Thömmes zur Weißglut trieb. Zwei wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei wurden erneut liegengelassen. Mit dem 1:1-Unentschieden dürfte es für die Thömmes-Elf zunehmend schwieriger werden, im Aufstiegsrennen zu bleiben, zumal Schweich seinen zweiten Platz mit einem 4:2-Erfolg gegen Tawern nochmals ausbaute. Salmrohr war zunächst das aktivere Team, ließ aber Hochkaräter von Hendrik Thul (zweimal), Oliver Mennicke und Noah Wrusch aus. Thul traf in der 20. Minute zudem nur die Latte. Die Offensivbemühungen des FSV fanden in der 63. Minute ihren verdienten Lohn, als Noah Wrusch im Eins-gegen-eins im zweiten Versuch gegen den starken Gästekeeper Felix Bollig erfolgreich war – 1:0. Zuvor hatte Sirzenichs Bastian Neises nach einem Konter auf 1:0 stellen können, doch Dominik Thömmes im FSV-Tor parierte. Als Neises fünf Minuten vor dem Ende im Strafraum gefoult wurde, verlud Kevin Walter Thömmes vom Punkt und egalisierte zum 1:1-Endstand (85.). Sirzenichs Trainer Tillmann Schweitzer bewertete den Punktgewinn in Salmrohr als „verdient, wenn auch glücklich. Salmrohr hatte zunächst ein klares Chancenplus und wir einige brenzlige Situationen zu überstehen. Felix Bollig hat zwei, dreimal stark pariert. In den letzten 20 Minuten haben wir uns mit Mut und einem schnellem Umschaltspiel belohnt.“ Es war das bereits dritte Remis gegen einen Topclub. FSV-Coach Rudi Thömmes war ob einer schwachen Leistung des Unparteiischen bedient. „Der Elfer gegen uns war keiner und uns wurde ein klarer Elfmeter verwehrt. Doch wir haben unsere Chancen nicht reingemacht und wurden am Ende dafür bitter bestraft. Wir hatten den Gegner über weite Strecken im Griff. Umso ärgerlicher ist es, wenn es am Ende wieder nur zu einem Punkt reicht. Wir wurden für unsere fahrlässige Chancenauswertung bitter bestraft.“ Marvin Munzel musste zudem verletzt bereits in der 22. Minute raus, da sich der Abwehrspieler einen Muskelfaserriss zugezogen hatte.
