Es ist ein anderes Spiel des Tages, doch ebenfalls mit brisanter Note. Der SV Mosella Niederemmel empfängt zum Duell der Namensvetter die Mosella aus Schweich.
Deshalb brisant, weil die Emmeler weiterhin jeden Punkt für den Verbleib in der Bezirksliga benötigen und die Schweicher den zweiten Platz schlussendlich in trockene Tücher legen möchten. Der SVN verpasste vergangenen Sonntag den Sprung ins gesicherte Mittelfeld nach einer 1:3-Niederlage in Schleid. Zwar wäre die Mannschaft von Sascha Kohr längst noch nicht durch gewesen, doch ein kleiner Schritt zum rettenden Ufer wäre es in jedem Fall gewesen. Doch weg vom Konjunktiv. Mit 25 Zählern haben die Kicker von der Mosel-Lorelay derzeit drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Ein Ruhekissen ist das aber nicht. Zumal der Gegner TuS Mosella Schweich heißt. Um die Schwere der Aufgabe weiß auch SVN-Coach Sascha Kohr:„Schweich ist haushoher Favorit, die können den zweiten Platz schon fast klarmachen, wenn sie bei uns gewinnen. Da müssen wir uns etwas überlegen, wie wir die Angriffswucht von ihnen gebändigt bekommen.“ Wie Kohr betont, sei die kommende Partie nicht dasjenige Spiel, „bei dem wir punkten müssen. Schweich ist weit weg und spielt qualitativ in einer anderen Liga. Ich denke, dass sie über die Relegation in die Rheinlandliga zurückkehren. Die Qualität und den Kader haben sie. Das wird eine dicke Nummer.“ Wie der 41-jährige Trainer durchblicken lässt, wolle seine Mannschaft defensiv kompakt in den Räumen arbeiten und den Gegner nicht ins Umschaltspiel kommen lassen. „Vielleicht können wir Schweich mit irgendwelchen taktischen Dingen überraschen. Obwohl auch das total schwierig wird. Wir haben nichts zu verlieren. Hinzukommt unsere unklare Personallage. Jede Woche gibt es Verletzungsausfälle, urlaubsbedingte oder berufliche Abwesenheiten oder gar Sperren. Da ist es meist so, dass ich nur kurzfristig planen kann. Zumal jetzt wohl auch noch Jacob Grüner verletzungsbedingt ausfallen könnte.“
Mit breiter Brust reist die Schweicher Mosella nach Piesport. Die Ausgangslage könnte besser kaum sein. Verliert Salmrohr sein Gastspiel in Strohn gegen die SG Ellscheid und zieht die TuS den 20. Saisonsieg, ist der Mannschaft von Thomas Schleimer Platz zwei auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Gelänge der zweitbesten Offensive der Liga ein Dreierpack, wären sie nach dem FSV Tarforst auch jene Mannschaft, welche die 100-Tore-Marke knackt. Doch soweit möchte der Trainer noch nicht vorausdenken: „Wir möchten jetzt nach den erfolgreichen Spielen in den vergangenen Wochen schnell Platz zwei fixieren und brauchen dafür drei Punkte in Piesport. Doch wir sollten geduldig sein. Ich erwarte sehr viel Gegenwehr. Niederemmel wird uns auf ihrem Platz maximal fordern. Dessen müssen wir uns bewusst sein.“ Wie der 29-Jährige unterstreicht, ist in so einem kleinen Derby auch immer alles möglich. „So ein Spiel entfaltet eine eigene Dynamik. Im Hinspiel stand Niederemmel eng in den Ketten und hat echt gut gegen den Ball gearbeitet.“ Personell sieht es gut aus beim Tabellenzweiten. Lediglich Luca Stadfeld weilt im Urlaub. Joshua Rodrigues (Fußprobleme), Eliah Dick und Sebastian Palms (beide im Aufbautraining) sind noch nicht soweit, um Alternativen für die Bank zu sein. Dagegen sind Pascal Kreber (aus Urlaub) und Valentin Frick (war krankheitsbedingt ausgefallen) wieder an Bord.
Piesport, Sonntag, 26.4., 14.30h
Foto: Sandra Maes
