11ER: Der letzte Sieg glückte Ihrer Mannschaft am dritten Spieltag. Wieso hat es in den letzten Wochen – abseits des Pokalspiels – nicht zu Erfolgen gereicht? Können Sie trotzdem mit den Auftritten zufrieden sein?

Dominik Müller-Wintersig: Ich kann den Jungs keinen direkten Vorwurf machen. Sie kämpfen bis zum Ende und geben sich nicht auf. In den letzten Wochen war die Belohnung dann leider nur ein Unentschieden oder die Niederlage gegen Wincheringen, welche komplett eigenverschuldet war. Da haben wir uns viel zu einfach die Gegentore eingefangen. Im Pokal und gegen Fisch war die Abwehrarbeit dafür wieder deutlich besser. Die Mannschaft wirft immer alles rein und deshalb haben wir einige Spiele nicht verloren. Auch gegen Wincheringen war mit etwas Glück das 4:4 möglich. 

11ER: Für Sie ist die Klasse Neuland. Welchen Eindruck haben Sie bisher von der B-10 gewonnen?

Müller-Wintersig: Die Eindrücke gehen von bis. Wir trafen in den letzten Wochen auf Mannschaften, die Fußball spielen wollten, wie Sirzenich oder Zewen, aber auch auf solche, die auf lange Bälle aus waren. Insgesamt ist es eine sehr körperliche Liga, in der man nichts geschenkt bekommt. Deshalb bin ich froh, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben, sehr fit sind und gegenhalten können. Wir selbst wollen uns darauf konzentrieren, Fußball zu spielen, und konnten das bisher gut zeigen. 

11ER: Sie sagen, Ihre Mannschaft gibt sich nicht auf und bis auf die Wincheringen-Partie war auch die Abwehrarbeit gut. Die Entwicklung in den ersten Wochen war also positiv?

Müller-Wintersig: Auf jeden Fall. In der Vorbereitung hatten wir noch Testspiele dabei, wo das nicht so war. Gegen Nittel, das kein typischer C-Ligist ist, hat die Abwehrarbeit nicht gestimmt und wir gaben uns beim 2:6 irgendwann auf. Die Entwicklung der letzten Wochen war sehr gut und der Einsatz von allen stimmt. Wenn man sieht, wie die Jungs im Pokal 120 Minuten ohne Müdigkeitserscheinungen gelaufen sind, war das stark. Das war mir von Anfang an wichtig. Die Jungs wollen und können Fußball spielen. Ist der Einsatzwille da, kommt das Spielerische fast automatisch dazu.

11ER: An diesem Wochenende wartet die SG Hochwald II, die personell nur schwer einschätzbar, am Saisonende aber meist im Mittelfeld zu finden ist. Was für einen Gegner erwarten Sie an diesem Wochenende?

Müller-Wintersig: Die erste Mannschaft von Hochwald spielt zeitgleich. Es kann also nicht großartig viel von oben abgegeben werden, was positiv ist. Die Jungs aus der Ersten haben ja noch mal eine andere Qualität. Leichter abzuschätzen, wer bei ihnen auf dem Platz stehen wird, wird es dadurch aber nicht. Ich gehe davon aus, dass sie nach dem schwachen Saisonstart auf drei Punkte aus sind. Wir wollen gegenhalten und auf einem hoffentlich guten Rasen in Lampaden eine gute Leistung zeigen.

11ER: Steven Hubig wird gesperrt fehlen. Wie sieht es beim restlichen Personal aus?

Müller-Wintersig: Drei, vier Spieler kommen aus dem Urlaub zurück. Aufgrund der Situation bei der ersten Mannschaft müssen wir aber wahrscheinlich Spieler abgeben. Wer uns alles zur Verfügung steht, kann ich Stand heute nicht sagen und wird sich wohl erst am Wochenende entscheiden. Wir werden auf jeden Fall einen ordentlichen Kader haben, der gegen die SG Hochwald bestehen kann.