Nach zehn Spielen ohne Sieg kehrte die SG Franzenheim mit einem 4:1-Erfolg gegen den SV Niederemmel wieder in die Erfolgsspur zurück.




Mit der vielleicht allerletzten Chance, wieder Tuchfühlung auf die Nichtabstiegsränge herzustellen, wurde die Talfahrt in beeindruckender Manier gestoppt. Der SV Niederemmel verpasste es auf der anderen Seite, mit einem weiteren Sieg einen weiteren Schritt zum vorzeitigen Klassenverbleib zu gehen. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste schaltete die SG mit einem Tiefenpass von Timo Neumann blitzschnell um und bediente Lucas Jungandreas, der mit einer tollen Einzelleistung die Franzenheimer Führung markierte (33.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. Mit einem unhaltbaren trockenen Schuss ins kurze Eck erhöhte zunächst Mike Mokelke auf 2:0 (53.), ehe Niederemmel eine zeitnahe Antwort fand. Jacob Grüner verkürzte per Foulelfmeter auf 1:2 (56.). Doch wiederum nur fünf Minuten später stellte Mike Mokelke nach Chipball über die Abwehr von Neumann mit einem Heber über den Torwart hinweg den alten Abstand wieder her – 3:1 (61.). Den 4:1-Endstand besorgte dann Adrian Meier, der nach einem Pass in den Rückraum von Mike Mokelke zum finalen Treffer abschloss (70.). Der Sieg der Hausherren hätten durchaus höher ausfallen können, doch Philipp Mendgen scheiterte mit einem Foulelfmeter am reaktionsschnellen SVN-Torwart Dennis Korn (73.). Franzenheims Routinier und Erster Vorsitzender Mendgen zog ein äußerst positives Fazit. „Unser Hauptaugenmerk war darauf gerichtet, dass wir defensiv gut und kompakt stehen und die Räume eng halten. Das ist uns gut gelungen. Über die gesamte Spielzeit hatten wir mehr Zugriff und haben den Spielaufbau von Niederemmel weitgehend unterbunden. Es war ein Befreiungsschlag, den wir im Kollektiv errungen haben. Wir haben endlich wieder die Grundtugenden zurückgebracht.“ SVN-Coach Sascha Kohr sprach von einer „völlig verdienten Niederlage“. Der konstatierte, dass „man über das gesamte Spiel gemerkt hat, dass der Trainerwechsel für Franzenheim etwas gebracht hat. Die ersten 30 Minuten hatten wir das Geschehen noch komplett im Griff, doch im Anschluss daran war der Gegner einfach besser, giftiger und kämpferisch gut. Sie haben die Mehrzahl der Zweikämpfe gewonnen. Unsere Offensive hat kein Land gesehen.“ Verpassten in der ersten Halbzeit Benedikt Vogedes und Jacob Grüner noch gute Möglichkeiten, war die „zweite Halbzeit desolat. Franzenheim hat uns niedergerungen“.