11ER: Sie sagten vor ein paar Wochen, dass sich Ihre Mannschaft, was die Mentalität und die Einstellung betrifft, zum Positiven entwickelt habe. Gibt es Spieler, die mit ihrer Entwicklung hervorstechen?
Frank Lamberty: Unsere Mannschaft hat sich insgesamt gut entwickelt. Wenn ein neuer Trainer kommt, muss die Mannschaft erst lernen, wie er tickt. So wie ich erst lernen musste, wie die Mannschaft tickt. Das sind Dinge, die brauchen Zeit. Vom Hörensagen fehlte es unserem Team als dritte Mannschaft an Ehrgeiz. Man kann den Jungs auch nicht verübeln, dass sie einfach nur kicken wollten. Für viele war es deshalb eine Umstellung, dass jetzt ein Trainer da ist, der Bock hat, die Mannschaft zu entwickeln und nach vorne zu bringen. Anfangs gab es Reibereien, doch das gehört dazu. Wir haben uns aber zusammengerauft und die Mannschaft hat sich durchweg gut entwickelt. Im Training ziehen alle richtig gut mit. Die gute Entwicklung ist eine Mannschaftsleistung. Ich kann und will deshalb keinen Einzelspieler hervorheben.
11ER: Wohin kann diese Entwicklung noch gehen? Was haben Sie sich mit dem Team für die nächste Saison vorgenommen?
Lamberty: Wir sind noch eine ziemlich junge Truppe. In dieser Saison haben wir als Ziel ausgegeben, noch den ein oder anderen Platz nach oben zu klettern. Ein, zwei Plätze sollten es noch sein – und das ist realistisch. Nächste Saison wollen wir dann den nächsten Schritt machen und diese Spielzeit übertreffen. Nach oben gibt es keine Grenze und so müssen wir es angehen. Alle Jungs haben schon für die nächste Saison zugesagt. Vielleicht kommt auch noch die ein oder andere Ergänzung. Das wäre nicht schlecht, denn bei einer dritten Mannschaft ist es nie leicht mit dem Personal. Gegen Kordel hatten wir nur zwei Mann auf der Bank, da war es wirklich eng. Da fehlten uns einige, aber das muss man den Jungs bei einer dritten Mannschaft auch mal zugestehen. Für eine dritte Mannschaft bin ich mit der Personalsituation ingesamt zufrieden.
11ER: Wenn es einen Bereich gibt, in dem es statistisch Verbesserungspotenzial gibt, dann die Offensive. Erst 30 Tore schoss Ihr Team in dieser Saison. Wieso klemmt es dort hin und wieder?
Lamberty: Uns fehlt häufig der letzte Pass und in manchen Situationen lässt die Konzentration zu wünschen übrig. Da wird dann ein Pass aus zwei Metern unsauber gespielt. Solche Konzentrationsfehler passieren aber bei einer jungen Mannschaft und wir werden daran arbeiten. Ich glaube, es hat den Jungs einfach in den letzten Jahren an einem Trainer gefehlt, der gesagt hat: Das ist gut so, aber du kannst es noch besser machen. Ich sehe unsere Jungs ja im Training und weiß, was sie leisten können. In den letzten Jahren wurden statt unserer Mannschaft oft die Gegner stark geredet. Ich will lieber unsere Spieler stark reden. Da wurde viel Potenzial verschenkt.
11ER: Während es für Ihre Mannschaft nur noch um einzelne Plätze geht, steckt die SG Kenn II weiter im Abstiegskampf. Was für einen Gegner erwarten Sie am Sonntag?
Lamberty: Kenn muss definitiv punkten, denn auch Geisfeld hat in den letzten Wochen Punkte gesammelt. Das Punktesammeln muss Kenn aber auf übernächstes Wochenende verschieben, denn wir wollen unbedingt punkten. Unser Heimspiel verloren wir und das hätte nicht sein müssen. Da hat es uns in der ein oder anderen Situation an der nötigen Konzentration gefehlt. Das wollen wir im Rückspiel anders machen. Wir fahren nach Fell, um zu gewinnen.
11ER: Ist der Kader des TuS Schweich III am Sonntag wieder besser besetzt?
Lamberty: Im Moment kann ich es noch nicht ganz abschätzen. Aus dem Kordel-Spiel ist der Ein oder Andere noch angeschlagen. Unser Torwart ist für den Rest der Saison verletzt und wir werden wohl erst am Freitag oder Samstag wissen, wer bei uns im Tor stehen wird. Diese Woche werden wir aber sicher mehr als zwei Auswechselspieler haben.
