In einer Partie mit einem „kuriosen Platzverweis“ teilten sich der SV Farschweiler und der SV Bekond die Punkte. Ein Remis, über das sich die einen freuten und mit dem die anderen haderten.
Der SV Bekond erwischte einen guten Start in die Partie, konnte anfängliche Abschlussmöglichkeiten aber nicht zur Führung nutzen. Dies ebesorgte Jonas Porten in der 17. Minute. Die Antwort der Hausherren ließ nur acht Minuten auf sich warten, ehe Kevin Cottez ausglich. Die Freude aufseiten des SV Farschweiler währte allerdings nur wenige Sekunden, denn laut Trainer Lukas Jonas sah der Torschütze, der zuvor nach einem „dummen Foul“ bereits Gelb gesehen hatte, aufgrund eines „provokanten“ Jubels die Ampelkarte.
In Unterzahl veränderte sich laut Jonas die Spieldynamik: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Bekond versuchte, spielerisch Lösungen zu finden, wir über Umschaltmomente. Nach der Gelb-Roten Karte mussten wir viel wegverteidigen. In der zweiten Halbzeit war das Spiel in etwa gleich, nur dass Bekond zum Glück mit zunehmender Spielzeit die Durchschlagskraft fehlte. Am Ende mussten wir das Spiel mit neun Mann zu Ende spielen, nachdem Peter Braun seinen Gegenspieler übermotiviert anlief. Aber auch das machten wir sehr gut. Für uns war der Punkt ein gefühlter Sieg.“
Großen Anteil am Sieg hatten aus Sicht von Farschweilers Spielertrainer vor allem zwei Akteure: „Obwohl es eine geschlossene Mannschaftsleistung war, muss ich Christoph Marx und Jannik Jonas hervorheben. Christoph machte vielleicht sein bestes Spiel unter mir als Trainer, gewann viele Zweikämpfe und machte sehr viele Wege. Jannik entschied drei Eins-gegen-eins-Situationen für sich und hielt uns so den Punkt fest.“
Während die Hausherren von einem gefühlten Sieg sprachen, haderte Bekonds Trainer Andreas Kiemes mit der Punkteteilung: „Es war das erwartet umkämpfte Spiel. Wir hätten anfangs vielleicht 3:0 führen können, wenn wir unsere Chancen genutzt hätten. Nach dem 1:1 und der kuriosen Gelb-Roten Karte stand Farschweiler dann tief. Wir hatten viel Ballbesitz und versuchten, uns Chancen zu erspielen, was nicht leicht war. Am Ende hätten wir wahrscheinlich als Sieger vom Platz gehen müssen, doch Farschweiler gab alles und deshalb ist das Remis nicht unverdient. Wir wären gerne auf Platz fünf vorgezogen, aber damit müssen wir jetzt leben.“
