Es war das angekündigte Topspiel zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften. Am Ende triumphierte der größere Willen und die Qualität in der Offensive.
Der FSV darf nach dem 7:3 von Kasel weiterhin ganz leise vom zweiten Tabellenplatz träumen. Doch der Zehn-Punkte-Rückstand auf Schweich bleibt bestehen. Zehn Tore und eine effektiv agierende Salmrohrer Mannschaft mit einem überragenden Vierfachtorschützen Oliver Mennicke sahen die 220 Zuschauer in Kasel. So setzte es für Ruwertal nach sechs ungeschlagenen Partien wieder die erste Niederlage. Nach dem Ruwertal die Führung nach zwei Minuten verpasste, zeigte Salmrohr, das es eiskalt und total effizient sein kann, als Noah Wrusch (16.), Oliver Mennicke (18.) und Jan Brandscheid (36.) den FSV mit 3:0 in die Halbzeit schossen. Mit einem Doppelschlag legte Salmrohr nach: Mennicke und Wrusch trafen binnen zwei Minuten zum 4:0 und 5:0 (49., 51.). Ruwertal kämpfte sich zurück und kam durch Pascal Neumann und Fabian Eiden zum 1:5 und 2:5 (55., 56.). Mennicke stellte anschließend auf 6:2 (68.), bevor Eiden auf 3:6 verkürzte (72.). Den Schlusspunkt setzte Mennicke mit seinem vierten Tor (85.). Das Fazit von Ruwertals Trainer Bastian Jung sprach Bände: „Die erste Halbzeit war mit das Schlechteste, was ich in dieser Saison gesehen habe. Laufbereitschaft, Zweikampfbereitschaft und der Zug zum Tor haben komplett gefehlt. Da haben wir einfach schlecht verteidigt.“ Seine Mannschaft befand sich bereits in der ersten Halbzeit im kollektiven Tiefschlaf. Das 0:3 nach 36 Minuten war exemplarisch dafür. Richtig zufrieden war diesmal Rudi Thömmes. Der Salmrohrer Trainer meinte, dass „die Jungs es heute sehr, sehr gut gemacht haben. Wir waren sehr effektiv und hatten die richtige Einstellung an den Tag gelegt. Zudem haben wir mit einer vollkommen veränderten Viererkette gespielt. Alle haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet, wobei Oli Mennicke heute nicht zu bremsen war. Er hatte ein Näschen für die Situationen. Es hätte auch zweistellig werden können. Noah Wrusch ist ebenfalls sehr stark gewesen mit seinem Doppelpack. Ich bin sehr zufrieden.“
Foto: Sandra Maes
