Mit dem ersten Sieg wurde es nichts, dafür rettete Ellscheid auf den letzten Metern immerhin noch einen Punkt.




Was man den Ellscheidern hoch anrechnen muss, ist die Tatsache, dass sie einen 0:2-Rücktand noch egalisierten und sogar fast noch zum Siegtreffer gekommen wären. Einen Ticken mehr Abgezocktheit vor dem Tor hatten Markus Boos und Co zum ersten Saisonsieg gefehlt. Auf der anderen Seite ärgerte sich ein genervter Geisfelder Trainer Björn Probst über zwei noch aus der Hand gegebenen Punkte. Am Ende intensiver 95 Minuten gab es in Udler keinen Sieger. Christian Alt hatte den Torreigen kurz vor der Halbzeit für Geisfeld eröffnet. Als Tim Schaefer nach rund einer Stunde zum 2:0 für die Hochwälder traf, wähnten sich die Zuschauer in Udler bereits auf der Verliererstraße, doch Spielertrainer Markus Boos brachte mit dem 1:2 postwendend die Ellscheider Hoffnungen zurück. Die Hausherren agierten danach mit viel Dominanz und Zielstrebigkeit, doch Luca Thömmes verhinderte mit Glanzparaden mehrfach den Ellscheider Ausgleich. Boos scheiterte alleinstehend vor dem Geisfelder Keeper (64.), Christopher Häb anschließend an der Latte (82.). Mit dem letzten Ehrgeiz und großem Willen kamen die Vulkaneifeler dann doch noch zum längst überfälligen Ausgleich, als ein langer Ball Christopher Häb erreichte und dieser einfach mal den Kopf hinhielt – 2:2 (89.). „In einem zerfahrenen und sehr umkämpften Spiel nehmen wir den einen Punkt mit, obwohl es hinten raus schon ärgerlich war, so spät den Ausgleich noch zu kassieren. Luca Thömmes hat im Tor eine überragende Leistung gezeigt“, war Geisfelds Trainer Björn Probst mit dem Remis aber auch nicht komplett unzufrieden. Weil vier Stammspieler gefehlt hatten – u.a. Robin Moser und Sven Eckes in der Innenverteidigung – hatte Probst Akteuren aus der zweiten Mannschaft das Vertrauen geschenkt. „Sie alle haben ein ordentliches Spiel gemacht“, so der 41-Jährige. André Lochen kam in der 66. Minute in die Partie uns feierte ein gelungenes Comeback. So richtig zufrieden wirkte Ellscheids Spielertrainer Markus Boos nach der Partie nicht. Immerhin stand der Angreifer endlich wieder im Aufgebot und hatte sich zur zweiten Halbzeit selbst eingewechselt, um dem eigenen Angriffsspiel mehr Torgefährlichkeit zu verleihen. „Allein in der ersten Halbzeit hatten wir sechs Hundertprozentige, wir müssen Minimum 3:0 führen. Es ist bitter für uns, wenn man so viele Riesendinger ungenutzt lässt. Da sind wir noch ein bisschen zu grün hinter den Ohren. Einen positiven Aspekt gibt es aber auch. Wir haben ein 0:2 aufgeholt, haben leider aber auch keinen Sieg landen können. Wir waren spielerisch besser, schießen aber deutlich zu wenig Tore.“

Foto: Sandra Maes