Ausgerechnet im Spitzenspiel des siebten Spieltages musste die bis dato noch verlustpunktfreie SG Saartal Schoden die erste Saisonniederlage hinnehmen.
Gegen eine vor allem in der zweiten Halbzeit bärenstarke Trierer Eintracht setzte es eine 1:2-Niederlage. Dagegen landete der zweite Anzug von Regionalligist Eintracht Trier einen wichtigen Auswärtssieg und arbeitete sich im Klassement zwischenzeitlich auf Platz drei vor. Die Saartaler bleiben jedoch mit zwei Zählern vor der SG Daleiden Spitzenreiter, doch der Vorsprung auf den SVE ist auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Vor der Partie in Irsch an der Saar hatten sich ob der wieder angewachsenen Ausfallliste bei Trainer Peter Schuh stärkere Sorgenfalten aufgetan. Denn zu den Langzeitausfällen Lukas Kramp und Tobias Baier gesellte sich eine illustre Zahl an weiteren Spielern, die aus diversen Gründen ausfielen. Alec Webel fehlte studienbedingt, Nico Ockfen hatte sich am Donnerstag im Training verletzt, Max Jakobs gar beim Aufwärmen. Hinzu kamen der verletzte Nick Weber, Dominik Lorth, der zwar spielte, aber unter der Woche erkältet war und so genauso nicht bei 100 Prozent war, wie Fabian Müller. Doch von vorn. Fünf Minuten vor dem Pausengetränk war es der aus der Verletzung wieder genesene Lennard Wagner, der einen lang gezogenen Freistoß von Nicolas Jakob an den Innenpfosten per zurückprallendem Abstauber zur Führung für die Hausherren ins Netz drückte – 1:0 (40.). „So war die erste Halbzeit auch relativ ausgeglichen mit leichten Vorteilen auf unserer Seite“, wie SG-Sportchef Philip Kramp kommentierte. Im zweiten Durchgang sah man eine völlig andere, weil total fokussierte Eintracht, die deutlich mehr Galligkeit und Biss entwickelte und in der 66. Minute durch einen Kopfball von Fabian Wey nach Flanke von Leon Schmid zum 1:1-Ausgleich kam. Schoden war im Mittelfeld bemüht, doch der letzte Biss fehlte der Mannschaft von Peter Schuh. Bei zwei, drei Kontermöglichkeiten musste der SVE auf der Hut sein, doch Connor Karas im Tor der Gäste erwies sich einmal mehr als Herr der Lüfte. Den entscheidenden Punch setzte schließlich in der zweiten Minute der Nachspielzeit Stas Stepanchenko, der eine Flanke von Schmid per Kopf zum 2:1-Siegtreffer veredelte. Saartal-Sportchef Philip Kramp analysierte eine „verdiente Niederlage, weil die Eintracht über die 90 Minuten gesehen schon die bessere und auch die torgefährlichere Mannschaft war. Unsere Konter haben wir nicht richtig zu Ende gespielt, doch wir sind immer noch Tabellenführer.“ SVE-Coach Kevin Schmitt bilanzierte, dass die „Leistungssteigerung zur zweiten Halbzeit entscheidend war. Wir haben just ab diesem Zeitpunkt unser Anlaufverhalten angepasst, sind höher und aggressiver angelaufen und hatten durch die Hereinnahme von Nicola Rigoni und Leon Schmid viel mehr Energie und Zug auf dem Platz. Der Sieg ist sehr wichtig und gibt uns einen weiteren Schub.“ Wie der Trierer Trainer weiterhin feststellte, haben „wir den Gegner auch zu Kontern eingeladen, die diese glücklicherweise nicht gut ausspielen. Wir sind dann höher angelaufen, sodass sich für Fabrice Schirra zwei dicke Torchancen ergeben haben. Wir hatten durch die Wechsel viel mehr Energie auf dem Feld und sind nach dem Rückstand super zurückgekommen.“
Foto: Sandra Maes
