Es war erneut eine eindrucksvolle Machtdemonstration der Schweicher Mosella, die auch den Tabellenvierten aus dem Ruwertal eine Lektion erteilte.

Und wieder wurde eine Gastmannschaft mit einem halben Dutzend Gegentoren nach Hause geschickt. Die erste Halbzeit sollte dabei alles in den Schatten stellen. Mit dem zehnten Sieg in Folge durchbrach die Schweicher Mosella die neun Spiele währende Ungeschlagenserie der SG Ruwertal auf eindrucksvolle Weise und steht damit kurz vor dem Titelgewinn. Die Mannschaft von Thomas Schleimer könnte bei einem Sieg nächsten Sonntag bei der SG Ellscheid den Aufstieg in die Rheinlandliga bereits frühzeitig fixieren. Doch von vorn. Es dauerte zunächst bis zur 21. Minute, ehe der Primus durch Eliah Dick auf 1:0 stellte. Dann ging es bei den Treffern von Philipp Grundmann (28.) und zweimal Nico Schäfer (32., 45.) Schlag auf Schlag. „Die erste Halbzeit war es eine Galavorstellung im wahren Sinne. Da lief es wie am Schnürchen. Da gab es überhaupt nichts auszusetzen“, blickte TuS-Trainer Thomas Schleimer voller Zufriedenheit auf die ersten 45 Minuten. Vor dem 0:4 verpassten Pascal Neumann und Nils Lehnert auf Ruwertaler Seite auf 1:3 zu verkürzen. Der designierte Meister ließ es im zweiten Durchgang zunächst ruhiger angehen, gestattete Ruwertal durch Daniel Lentes per Abstauber nach vorherigem Kopfball von Tim Herres gegen die Latte den Ehrentreffer (80.). Weil die Mosella noch Lust verspürte, machte ein Doppelpack von Stephan Schleimer, der damit sein Torkonto auf 34 hochschraubte, das halbe Dutzend voll (5:1, 86., 6:1, 90.). „In der ersten Halbzeit war es eine Galavorstellung, nach dem wir 20 Minuten lang gebraucht haben, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Wir waren giftig in den Zweikämpfen, haben die richtige Mentalität auf die Platte gebracht und sind geduldig geblieben. Spielerisch war das heute tadellos“, fand TuS-Coach Thomas Schleimer ausschließlich lobende Worte. Was dem 26-Jährigen ebenfalls imponierte, war die Vorstellung der beiden jungen Offensivspieler Niklas Cillien und Levi Agbor. Während Cillien das 5:1 exzellent vorbereitet, war es Agbor, der mit seinem Assist das finale Doppelpackage von Stephan Schleimer einleitete. „Beide haben nach ihrer Einwechslung nochmals Impulse gesetzt und die Tore von Stephan vorbereitet“, so der Coach hinterher.