Drei Spieltage vor dem Ende des Kalenderjahres rüsten die Teams zum Endspurt. Während an der Tabellenspitze hartnäckig um die beste Ausgangsposition für das Frühjahr gerungen wird, stehen den beiden am Tabellenende platzierten Mannschaften aus Bettingen und Ralingen ungemütliche Wochen ins Haus. Und ein Kellerkind muss beim FC Bitburg in die Höhle des Löwen. 

FC Bitburg – SG Bettingen
Es gibt keine leichtere Aufgabe für die Gäste aus Bettingen. Beim Top-Titelfavoriten FC Bitburg haben die Aufstiegshelden vom Frühjahr nichts zu verlieren, dürfen dennoch auf ein Wunder hoffen. Bettingens Trainer Marco Wallesch hat die Hoffnung auf bessere Zeiten noch längst nicht aufgegeben. „Wir müssen auch in Bitburg wieder bereit sein, die Räume zuzulaufen und viel gegen den Ball zu arbeiten. Wir wollen ihnen die Lust am Fußball nehmen, kompakt verteidigen und unangenehm sein. Eines kann ich schon jetzt versprechen: Die Mannschaft wird sich zerreißen und um jeden Zentimeter kämpfen.“ Während Bitburg in Bestbesetzung antreten und sich als definitiver Herbstmeister feiern lassen kann, müssen die Gäste aus dem acht Kilometer entfernten Oberweis ohne Dennis Gansen sowie Tobias und Johannes Bales auskommen. Dagegen könnte Christian Bales zumindest von der Bank her wieder eine Option sein.
Bitburg, Fr., 22.11., 20.00h

SG Ralingen – Schillingen
Das wird ein Keller-Hit der besonderen Art: Während sich der TuS Schillingen trotz einer starken Leistung in der ersten Halbzeit gegen Konz nicht belohnte und einen möglichen zweiten Treffer zu einer Vorentscheidung hätte nutzen können, stehen die Sauertaler als Tabellenschlusslicht um einiges mehr mit dem Rücken zur Wand. Beim Abstiegsduell in Leiwen hielt das Team von Martial Servais nur 60 Minuten gut mit, musste dann aber die Überlegenheit des Gegners anerkennen. So werden die Ralinger unter allen Umständen eine weitere Niederlage vermeiden müssen, um nicht noch tiefer in den Sog des Abstieges zu geraten. Denn dann würde es im Frühjahr nochmals schwerer werden, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Ähnliches gilt auch für die Hochwälder, die den Abwärtstrend auch gegen den SV Konz nicht stoppen konnten. Mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen spüren die Hochwälder den unangenehmen Atem des Abstiegsgespenstes.
Godendorf, So., 24.11., 14.45h
SG Badem – SG Körperich
Beide Mannschaften gehen mit Niederlagen in ihr Eifelduell. Während Badem in Wittlich noch nahe dran am Remis war, unterlag Körperich den wieder erstarkten Rot-Weissen aus Wittlich deutlich mit 1:4. Deren Trainer Frank Hermes schwante schon Böses. „Da sind wir noch glimpflich davongekommen, das hätte auch noch deutlicher werden können.“ Zwar habe es seine Mannschaft nach dem Anschlusstor zum 1:3 besser gemacht und konnte die Partie offener gestalten, doch „nach vorn waren wir diesmal nicht zwingend genug“. Der Erfolgscoach der Eifeler merkte an, dass „wir gegen Bitburg besser verloren hätten, dass wir nicht so viele Verletzte daraus gezogen hätten. Mit drei Verletzten in einem Spiel haben wir uns den Sieg teuer erkauft“. Nun will Hermes zunächst mal eine „Bestandsaufnahme machen, wer spielen kann und wer nicht“. So werden Fabian Spartz, Martin Marx und auch Kevin Liedke in 2019 nicht mehr spielen können, die Einsätze von Pascal Müller und Andre Röll sind ebenso fraglich. „Wir sehnen die Winterpause herbei: Wenn wir aus den drei Spielen noch einen Sieg landen könnten, wäre ich zufrieden.“
Badem, Sa., 23.11., 16.00h

SG Saartal – SV Leiwen
Gelingt es den Schodenern, an ihre Heimstärke aus den vergangenen Partien anzuknüpfen, dürfte Leiwen einen schweren Stand haben. Zumal erst zwei Siege auf fremdem Terrain keine breite Brust aufkommen lassen. Dennoch sind die Moselaner sehr wohl in der Lage, auch in Irsch zu gewinnen. Das neu gewonnene Selbstbewusstsein hat sich die Thömmes-Elf hart erarbeitet. „Der Sieg gegen Ralingen war gut für die Moral und das Selbstvertrauen. Doch jetzt muss es weitergehen, egal, wie der Gegner heißt“, richtete Rudi Thömmes den Blick unmittelbar nach dem 3:1-Sieg gegen Ralingen schon wieder nach vorn. Der einstige Pokalheld von Eintracht Trier wird am Samstag in Irsch jedoch nicht an der Seitenlinie stehen, weil mit dem SV Elversberg das Auswärtsspiel beim FC Gießen ansteht. Deshalb wird Zweite-Mannschaft-Trainer Sebastian Löwen das Coaching übernehmen. Pascal Lex, der gegen Ralingen wegen beruflicher Verpflichtungen fehlte, wird wieder an Bord sein. Ob es bei Christian Dahm (Muskelfaserriss in der Wade) schon wieder reicht, ist fraglich. Philipp Lattig wird wieder ins Lauftraining einsteigen, nachdem sich der offensive Mittelfeldspieler in Schillingen einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte.
Irsch/Saar, Sa., 23.11., 17.30h

RW Wittlich – SG Arzfeld
Beide Teams kommen mit Erfolgserlebnissen im Gepäck in diese Partie. Rot-Weiss Wittlich kehrte mit einem 4:1-Sieg in Körperich in die lange unbenutzte Erfolgsspur zurück und Arzfeld bewies, dass mit Wallenborn auch eine Spitzenmannschaft in die Schranken verwiesen werden konnte. Arzfelds Spielertrainer Andreas Theis ist guter Dinge, den in den letzten Wochen hingelegten Aufwärtstrend fortzusetzen. „Wir wollen unseren Tabellenplatz behaupten und Rot-Weiss Wittlich nicht an uns vorbeilassen.“ Der angestrebte Punkt soll über eine mutige Abteilung Sturm und Drang eingefahren werden. Theis: „Wittlich hat eine bärenstarke Offensive, doch hinten haben sie einige Tore kassiert. Das ist unser Ansatzpunkt.“ Das Ziel der Westeifeler für die restlichen drei Spiele besteht darin, „zwei davon noch zu gewinnen, doch die beiden Auswärtsspiele stellen uns vor eine erneut große Herausforderung“. Manuel Mombach fällt weiter aus, Oliver Becker wird erneut von Beginn an spielen. RW-Sportchef Mehmet Akin fiel ein Stein vom Herzen, nachdem seine Mannschaft gegen Körperich die fünf Wochen anhaltende Durststrecke ohne eigenen Sieg beendete. „Die Körpersprache war wieder da und auch das Umschaltspiel in beide Richtungen hat wieder gut geklappt. Doch wir sollten jetzt punktemäßig nachlegen und zuhause unsere spielerischen Fähigkeiten durchbringen.“ Ziel bis zur Winterpause sind ebenfalls sechs Punkte. Akin warnt jedoch vor dem Gegner: „Wer Wallenborn 5:0 schlägt, muss eine starke Mannschaft sein. Wir müssen die Leistung vom Körperich-Spiel bestätigen.“ Gjergj Prebreza steht wieder im Kader, doch sieben Spieler fehlen weiterhin verletzt.
Wittlich, S0., 24.11., 15.00h

TuS Schweich – SG Rascheid
Nach dem sprichwörtlich dreckigen Sieg auf dem „Acker von Oberweis“ freut sich Mosella-Coach Jochen Weber auf ein „normales Fußballspiel“. Auch wenn sich Rascheid komplett gefangen habe und einen echten Lauf hat, „haben wir den Anspruch, das Spiel zu gewinnen“. Während Björn Kraus wieder dabei ist, haben Alexander Burbach und Carsten Reis das Fußballjahr 2019 bereits beendet. Beide sollen ihre Blessuren auskurieren und sich für die Rückrunde fit machen. Rascheids Spielertrainer Sven Gaspers sieht seine Mannschaft nicht chancenlos. „Wir wissen, dass wir an einem guten Tag jeden schlagen können, sodass wir auch nach Schweich fahren, um zu gewinnen.“
Schweich, So., 24.11., 14.30h

Wallenborn – SG Ruwertal
Sich so teuer wie möglich zu verkaufen, keine weiteren Verletzungen zu riskieren und wenn möglich einen Punkt zu ergattern, sollte für Ruwertals Coach Jan Stoffels ganz oben auf der Agenda stehen. Wallenborns Trainer Stephan Zimmer sieht die Sache gelassen. „In Stadtfeld verlieren wir nicht so gerne. Ruwertal steht mit dem Rücken zur Wand und wir wollen noch vier Punkte holen, um mit 30 Punkten in die Winterpause zu gehen.“
Stadtfeld, So., 24.11., 15.00h