Der heiße Herbst nimmt seinen Lauf. Am vorletzten Hinrunden-Spieltag sind die Blicke auf die Leiwener Kelterstation gerichtet. Dort steigt das Kellerduell zwischen dem Drittletzten aus Leiwen und dem Schlusslicht aus dem Sauertal. Die ebenfalls mit neun Punkten dick im Abstiegskampf befindliche SG Bettingen muss zuhause gegen Schweich bestehen und steht ebenso unter Druck wie der Gegner.
SV Leiwen – SG Ralingen
Es ist ein Schlüsselspiel im Abstiegskampf. Im Duell des 14. gegen den Letzten wird derjenige die Punkte einfahren, der in den entscheidenden Momenten die Zweikämpfe gewinnt und den größeren Siegeswillen aufbringt. Während Ralingen Rascheid phasenweise Paroli bot, doch in seinen spielerischen Mitteln limitiert war, musste sich Leiwen erst in der zweiten Halbzeit den überlegenen Konzern geschlagen geben. Geholfen hat‘s freilich nicht, auch wenn man die richtige Einstellung an den Tag legte. Nun gilt es auf ein Neues! Leiwens Trainer Rudi Thömmes baut auf den Heimvorteil: „Das Spiel muss unbedingt gewonnen werden, egal wie. Mit einem Sieg und unseren Zuschauern im Rücken können wir jetzt den Anschluss an das Mittelfeld finden, obwohl die personelle Situation angespannt ist.“ Neben dem im Konz-Spiel vom Verein suspendierten Patrick Schulz werden auch Philipp Lattig und Unison Dama verletzungsbedingt passen müssen. Auch Routinier Andre Alten hat sich am Fuß verletzt. Gustav Schulz hat seine Sperre abgesessen. „Wir hoffen, dass Gustav Zeit findet, um zu trainieren.“
Leiwen, So., 17.11., 14.30h
SG Bettingen – TuS Schweich
Trotz des couragierten Auftritts in Schoden blieben die Punkte beim Gegner. Bettingens Trainer Marco Wallesch hat es in diesen Tagen nicht leicht, die Motivation seiner Spieler voranzutreiben. „Wie so häufig haben wir in Schoden ein tolles Spiel gemacht. Das hat auch zu mehr Selbstbewusstein geführt, doch wir müssen die Kisten jetzt mal machen. Wir haben in vielen Spielen gesehen, dass wir mithalten können und müssen es einfach mal schaffen, die Chancen zu verwerten.“ Auf dem Platz am Oberweiser Campingplatz will der Aufsteiger für eine Überraschung sorgen. Die Personalsituation verbessert sich langsam. So könnte auch Tobias Bales zu einem Kurzeinsatz kommen, nachdem sich dieser in der zweiten Mannschaft „warmspielen“ durfte. Mosella-Trainer Jochen Weber rechnet mit einem motivierten Gegner: „Uns ist nicht verborgen geblieben, dass der Gegner stets konkurrenzfähig ist und sich nie aufgibt. Wichtig ist, gegen einen vermutlich tiefstehenden und destruktiv agierenden Gegner den Kampf und auch den Platz anzunehmen. Wir gehen mit der Prämisse rein, das Spiel gewinnen zu wollen. Wir müssen einfach geduldig bleiben und haben 90 Minuten Zeit dafür.“
Oberweis, Sa., 16.11., 19.00h
SG Körperich – RW Wittlich
Für den Mosel-Aufsteiger wird es auch in Geichlingen eine Charakterfrage werden. Das Team von Spielertrainer Rodalec Souza möchte nach fünf Spielen ohne Sieg den Schalter endlich wieder umlegen und vertraut auf die spielerischen Fähigkeiten seines Teams. Sportchef Mehmet Akin indes fordert von allen Akteuren, den Kampf und die örtlichen Gegebenheiten besser anzunehmen. „Das wird mit den vielen Zuschauern im Rücken wieder sehr unangenehm für uns, ähnlich wie in Badem. Wir müssen eine bessere Körpersprache und ein verbessertes Defensivverhalten zeigen. Ein Punkt wäre zumindest mal wieder ein Anfang.“ Emre Yildiz fällt vermutlich aus, Fjoraldo Celanji (gesperrt) und Edgar Skarina werden wieder zum Kader stoßen. Die Körpericher haben mit drei Niederlagen aus den letzten fünf Spielen zuletzt ein bisschen abgebaut, doch der 4:2-Sieg gegen das bis dato unbesiegte Bitburg überstrahlte alles.
Geichlingen, Sa., 16.11., 20.00h
SG Rascheid – SG Saartal
Das wird sehr interessant: Rascheid stieg unlängst zur fünften Kraft in der Liga auf und hat einen Lauf. Auch die Schodener sind auf einem guten Weg. Rascheids Spielertrainer Sven Gaspers: „Wir wollen den vierten Heimsieg in Folge und auch auf Platz fünf bleiben. Personell wird keiner dazukommen und hoffentlich auch keiner ausfallen. Schoden passt mit deren offensiver Spielweise sehr gut zu uns. Wir können gut verteidigen und trotzdem viele Torchancen kreieren.“ Saartal-Trainer Heiko Niederweis weiß, was auf seine Mannschaft im Hochwald wartet. „Im Vorjahr mussten wir zwei knappe Niederlagen hinnehmen, jetzt wollen wir es besser machen. Rascheid ist zuhause eine Macht, doch wir wollen dort punkten.“ Bis auf Timo Grafe und Dominik Schramm hat Schoden alles an Bord.
Rascheid, So., 17.11., 14.30h
TuS Schillingen – SV Konz
Nach drei Niederlagen aus den letzten vier Partien wächst für die Schillinger die Gefahr, sich wieder unten reindrängen zu lassen. Deshalb fordert Trainer Gerd Morgen, nicht nur ein konsequenteres Rückzugsverhalten zu zeigen, sondern auch vorne kaltschnäuziger zu agieren. Zieht das Team auf den Hartplatz um, könnte es auch für den SV Konz ungemütlich werden. „Wir befürchten das Schlimmste, müssten uns den Gegebenheiten aber stellen“, ist Konz‘ Trainer Thomas Berens auf alles vorbereitet. „Wir sollten es vermeiden, genauso ängstlich zu agieren wie in der ersten Halbzeit gegen Leiwen. Wir wollen die Leistung aus der zweiten Halbzeit bestätigen und in Schillingen gewinnen“, sagt Berens, der mit Marco Ihl und Kouta Sasaki wieder zwei Optionen mehr im Ärmel hat.
Schillingen, So., 17.11., 14.30h
SG Ruwertal – FC Bitburg
Der FC Bitburg gastiert zur Unzeit in Mertesdorf. Denn die Personallage hat sich noch immer nicht entspannt. So wird die SG Ruwertal wieder mit den zur Verfügung stehenden Spielern das Maximum anstreben und versuchen, dem großen Titelfavoriten aus der Bierstadt ein Bein (oder auch zwei?) zu stellen. Trainer Jan Stoffels: „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, nicht alles versucht zu haben in Schweich. Wir haben gegen eine Truppe verloren, die Rheinlandligaformat besitzt.“ Stoffels wird erneut auf die Spieler zählen, die gesund und fit sind. „Es wird in dieser schwierigen Situation jeder gebraucht. Auch gegen Bitburg wollen wir alles geben – an der Einstellung zweifle ich nicht.“ Der Hartplatz in Mertesdorf könnte den Ruwertalern in die Karten spielen. Bitburgs Coach Fabian Ewertz reist mit breiter Brust ins Ruwertal. „Wir werden an unseren Leistungen und an den Ergebnissen gemessen. Da wollen wir unsere Anhänger natürlich nicht enttäuschen.“ Mit der Rückkehr von Deniz Siga (gesperrt) und Daniel Braun (Verletzungspause) hat Ewertz zwei Alphatiere wieder zur Hand. Auch Patrick Alff steigt wieder ins Teamtraining ein und Jens Seidel ist von der Bank immer eine Option.
Mertesdorf, So., 17.11., 15.00h
SG Wittlich – SG Badem
Beide Mannschaften haben das, was man einen Lauf nennt. Die Wittlicher haben fünf Siege am Stück eingefahren und sich heimlich, still und leise auf den elitären Rängen positioniert. Trainer Christoph Krähling genießt die Situation. „Wir wollen diesen Lauf so mitnehmen, klar. Doch ich sehe die Mannschaft noch längst nicht am Limit. Sie ist aber sehr wohl in der Lage, die Spiele für sich zu entscheiden.“ Dem kommenden Gegner begegnet Krähling mit großem Respekt. „Badem hat eine brutal gute Offensive und ein gutes Umschaltspiel. Sie agieren körperlich robust und haben vorne die Jungs, die die Dinger wegmachen.“ Badems Coach Roger Reiter hingegen setzt auf gezieltes Understatement. „Wir haben noch nichts erreicht. Jeder, der erzählt, wir hätten die Gefahrenzone schon hinter uns gelassen, dem sage ich, dass er maßlos übertreibt. Wir haben zuletzt gute Leistungen abgerufen und ordentliche Ergebnisse erzielt, mehr nicht.“ Norman Schneider fehlt gesperrt, Manuel Berns kommt noch mal dazu.
Wittlich, So., 17.11., 15.00h