Beide Mannschaften haben mit einer mehr oder weniger langen Niederlagenserie zu kämpfen. Während die Körpericher nach einem fast perfekten Start mit zwei Pleiten in Folge etwas ins Hintertreffen geraten sind, hofft Ralingen auf das Ende der fünf Spiele andauernden Negativserie. Mit einem Sieg könnten die Sauertaler die Rote Laterne wieder abgeben. Körperich reist als leichter Favorit in Godendorf an. 

Um den Platz tief im Tabellenkeller zu verlassen, ist ein Sieg für die Sauertaler zwingend notwendig. Der Respekt ist allgegenwärtig. „Man muss den Hut ziehen vor deren Saisonstart. Man sieht aber auch, wie schnell sich ein Positivlauf entwickeln kann, bei dem auch wir darauf hoffen, dass wir das auch schaffen können. Körperich ist ein Gegner, der über die Zweikampfstärke kommt und mit Andre Röll einen überragenden Offensivspieler hat. Zwischen beiden Vereinen besteht ein freundschaftliches Verhältnis.“ Ralingens Trainer Martial Servais kennt den Gegner und weiß, wo er ansetzen muss. „Ich habe einen Plan A und einen Plan B. Den Gegner habe ich mehrfach beobachtet und ein paar interessante Dinge gesehen, wo wir Lösungen entwickeln können, um diesen zu schlagen.“ Zudem möchte Servais die treuen Zuschauer für „ihren unermüdlichen Einsatz“ mit einem Sieg belohnen. Dass die Partie über den Kampf entschieden wird, davon ist Servais felsenfest überzeugt. Mit Stefan Keuler, Jens Boden, Pascal Mertens und Tobi Hansen kehren vier Spieler ins Team zurück. Sechs Spiele blieb Körperich ohne Niederlage – jetzt erwischte es das Team von Frank Hermes gleich doppelt. „In Wittlich waren wir chancenlos, doch gegen Konz müssen wir das Spiel schon im ersten Durchgang für uns entscheiden. Da haben wir uns im Auslassen bester Chancen übertroffen“, war Frank Hermes über die Effizienz schwer enttäuscht. Das Gastspiel unweit von Körperich will Hermes nutzen, um wieder „in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Ralingen hat trotz schwankender Leistungen gegen Bitburg wohl ein starkes Spiel gemacht. Sie sind in einen kleinen Negativlauf reingeschlittert“. Dennoch macht Hermes keinen Hehl daraus, in „Ralingen was Zählbares mitnehmen“ zu wollen. Der Druck liege bei Ralingen, sagt der Coach des Tabellenfünften. Die Taktik ist einfach: „Wir versuchen wieder, hinten sicher zu stehen, wollen und müssen unsere Chancen aber konsequenter nutzen als zuletzt gegen Konz. Wir wollen keine Kompromisse eingehen.“ So erwartet der Körpericher Coach eine Partie auf Augenhöhe, „deren Ausgang von Kleinigkeiten bestimmt werden könnte“. Die Erinnerung an das Vorjahr weckt neue Begehrlichkeiten. „Mit dem 3:1-Sieg vom letzten Jahr haben wir nach der Winterpause die Wende für uns eingeleitet. Wenn wir das wiederholen könnten, wäre ich sicherlich sehr froh, doch wir wären auch mit einem Punkt zufrieden.“ Die Gäste setzen erneut auf Angriffsleader Andre Röll. „Andre hat sich mittlerweile überall einen Namen gemacht und ist zum absoluten Leistungsträger gereift. Viel hängt von seiner Leistungsfähigkeit und Treffsicherheit ab. Gegen Konz hätte er das Spiel allein entscheiden müssen.“ Alexander Roth wird beruflich, Thomas Prinz aus Verletzungsgründen fehlen. Für Prinz wird Jörg Lehnertz wieder zwischen die Pfosten rücken.
Godendorf, Sa., 12.10., 18.00h