Vor dem siebten Spieltag stehen viele Fragen im Raum: Gelingt es Leiwen, das Heimspiel gegen Ruwertal zu einer kleinen Aufholjagd ins Mittelfeld zu nutzen? Stolpert der souveräne Spitzenreiter FC Bitburg im Saartal? Lässt das wieder erstarkte Badem bei einem möglichen dritten Sieg in Folge Schweich den Anschluss nach oben verlieren? Beendet Schillingen seine Ergebniskrise gegen Arzfeld? Fragen über Fragen …
SG Badem – TuS Schweich
Mit einem möglichen (und auch realistischen) dritten Sieg in Folge könnte die Reiter-Elf der Mosella ein gehöriges Schnippchen schlagen und diese ins Niemandsland der Tabelle verbannen. Geht es nach Schweichs Coach Jochen Weber, soll es so weit gar nicht erst kommen. „Wir wolen in Badem gewinnen und es besser machen als im letzten Jahr.“ 2:2 hieß es damals. Die Mosella möchte weiterhin ungeschlagen bleiben und ihre Saisonserie ausbauen. „Nimmt man das Rheinlandpokalspiel hinzu, sind wir seit neun Spielen ungeschlagen, bei sieben Siegen und zwei Remis“, kündigt Weber einen erneut selbstbewussten Auftritt in der Eifel an. Doch es ist Vorsicht geboten: „Das Umschaltspiel von ihnen über den schnellen Robertz ist kreuzgefährlich. Da müssen wir die langen Bälle nach vorn schon im Ansatz verhindern.“ Badems Coach Roger Reiter ist momentan wieder gut gelaunt. Seine Laune soll nach den 90 Minuten noch besser sein. „Wir wollen an die Leistungen gegen Schoden und von Bettingen anknüpfen und können aus dem Vollen schöpfen. Wir sind froh, den Fehlstart ausgebügelt zu haben.“ Pierre Valerius und Christopher Keil werden in den Kader zurückkehren. Bei der Mosella stehen Julian Weber, Rene Linster und Benedikt Vogedes wieder betreit.
Badem, Sa., 28.9., 17.00h
SG Saartal – FC Bitburg
Nach dem starken Auftritt in Schweich hofft Schodens Coach Heiko Niederweis auf eine Fortsetzung der guten Leistungen. „Beim letzten Spiel in Schoden war ich von meiner Mannschaft angetan, nur das Tor hat gefehlt. Wenn wir jetzt alles in die Waagschale werfen, ist es möglich, gegen den Tabellenführer einen Punkt bei uns zu halten.“ Zwar befinden sich Keven Schuh und Leo Gombert seit letzter Woche wieder im Mannschaftstraining, doch ein „Starteinsatz wäre bei Weitem zu früh“. Niederweis hofft zudem, dass Nico Ockfen und Benny Schettgen, die sich in Schweich verletzt hatten, wieder im Kader stehen. Definitiv ausfallen wird Tim Helmstetter wegen einer Muskelverletzung. Friede, Freude, Eierkuchen herrscht derzeit in Bitburg. Der noch verlustpunktfreie FC will auch im Saartal seine Reife nachweisen. Coach Fabian Ewertz: „Die Aufgabe in Schoden wird schwieriger, weil wir defensiv deutlich mehr gefordert sein werden als zuletzt gegen Ralingen. Wir wollen aber makellos bleiben.“ Während Daniel Braun und Arthur Hartwick wegen Zerrungen auszufallen drohen, ist Pascal Alff wieder am Start.
Schoden, Sa., 28.9., 17.30h
SG Rascheid – SG Bettingen
Für beide Teams wird es Zeit zu punkten, soll der ungemütliche Gang auf die Abstiegsplätze verhindert werden. Der Vizemeister von vor zwei Jahren hat derzeit Probleme mit seiner Disziplin. Kaum ist jemand nach Zwangspausen wieder spielberechtigt, meldet sich der nächste mit einer Roten Karte ab. So geschehen auch in Kasel, als sich Spielertrainer Sven Gaspers zu sehr bedrängen ließ und es zu einem heftigen Wortgefecht gekommen sein soll. Die Quittung: minimum zwei Spiele Sperre. Gaspers wird trotz seiner Zwangspause die Mannschaft optimal auf die Partie vorbereiten. „Ich habe mir Bettingen angeschaut und meine Erkenntnisse gesammelt. Egal wie, wir spielen daheim und wollen die drei Punkte holen. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem wir alles reinwerfen müssen. Wir müssen vorn die wenigen Chancen nutzen.“ Andreas Rauen dürfte den zuletzt lauen Angriff wieder beleben. Die Eifeler erwarten dagegen eine „ganz schwere Hürde. Rascheid ist heimstark und spielt einen Powerfußball. Sie haben viele dynamische Spieler in ihren Reihen. Da muss jeder von uns an seine Grenzen gehen und die innere Bereitschaft mitbringen, drei Punkte holen zu wollen“, fordert Trainer Marco Wallesch 100 Prozent Einsatz. Tobias Bales, Oliver Stockemer und Tim Hoffmann sollten ebenso wieder dabei sein wie Luca Eichner, der seine Sperre abgesessen hat.
Geisfeld, So., 29.9., 14.30h
TuS Schillingen – SG Arzfeld
Beide Teams waren zuletzt nicht gerade erfolgsverwöhnt. Während die Schillinger die fünf letzten Partien allesamt verloren haben, scheiterte Arzfeld im Verbandspokal an Ehrang/Pfalzel und musste auch dem SV Leiwen am Sonntag die Siegpunkte überlassen. Die Westeifeler reisen leicht favorisiert im Hochwald an, dürften aber einen hochmotivierten und einsatzstarken Gegner erwarten. Sollte Schillingen wider Erwarten auch jetzt kein Sieg gelingen, brechen im Hochwald äußerst ungemütliche Zeiten an.
Schillingen, So., 29.9., 14.30h
SG Wittlich – SG Körperich
Das wird eine sehr interessante Partie. Körperich übertrifft wöchentlich seine eigenen Erwartungen und ist neben Bitburg und Schweich noch ungeschlagen. Das homogene Teamgefüge bezeichnet Trainer Frank Hermes als die große Stärke in diesem Jahr. Mit guten Neuzugängen und einem überragenden Torjäger Andre Röll sind die Eifeler derzeit für jeden Gegner schwer zu knacken. Die Wittlich-Lüxemer dagegen haben beim ersten Stadtderby gegen den Rivalen Rot-Weiss einen starken und vor allem defensiv kompakten Eindruck hinterlassen. Trainer Christoph Krähling: „Wir haben Bitburg, Schweich und RW Wittlich schon hinter uns und sind mit dem Start zufrieden. Wir haben uns auch den Punkt gegen Rot-Weiss extremst verdient. Jetzt wollen wir unser Heimspiel gegen Körperich gewinnen.“ Krähling kann dann wieder auf Benny Sorge (aus Urlaub zurück) und Patrick Schmidt (leicht verletzt) zurückgreifen.
WIL-Lüxem, So., 29.9., 14.30h
SV Konz – Rot-Weiss Wittlich
Für beide Mannschaften ein extrem richtungsweisendes Spiel. Während der SV Konz das Ende der schwarzen Serie herbeisehnt und den Anschluss an das untere Mittelfeld herstellen will, möchte der spielstarke Aufsteiger aus der Kreisstadt nicht noch weiteren Boden im Titelkampf verlieren. Die derzeitige sportliche Situation zwingt den Konzer Trainer Thomas Berens zum Improvisieren. „Wir hatten ein extrem schwieriges Auftaktprogramm und ein gravierendes Personalproblem. Wichtige Leute fallen seit Wochen aus oder können nicht bis an ihre Leistungsgrenze gehen. Demzufolge gibt es keine Hierarchie, keinen Häuptling. Doch wir wissen, dass wir ganz anders Fußball spielen können. Es geht darum, die Arschbacken zusammenzukneifen und die Verunsicherung aus den Knocken zu schütteln.“ Berens hofft zuhause auf eine offene Partie und darauf, dass „jeder seine persönlich beste Leistung bringt“. Gegen die pfeilschnelle RW-Offensive will Berens die Räume im Verbund engmaschig gestalten. Merlin Weis dürfte wieder am Start sein, Pascal Güth befindet sich im Aufbautraining. RW Wittlich erwartet also einen motivierten Gegner.
Konz, So., 29.9., 14.30h
SG Ralingen – SG Wallenborn
Einst avancierte Ralingen zum Lieblingsgegner der Wallenborner. Hohe Siege waren an der Tagesordnung, doch jetzt haben sich die Vorzeichen scheinbar geändert. SGW-Trainer Stephan Zimmer: „Wir haben im Vorjahr aber 1:3 verloren, machen jedoch keinen Hehl daraus, dass wir dorthin fahren, um das Spiel zu gewinnen.“ Wichtig wird für den Wallenborner Coach sein, Marco Port und Pascal Mertens aus dem Spiel zu nehmen. Benny Duckart und Fabian Hennen stehen wieder bereit. „Wir müssen konzentriert arbeiten und versuchen, wieder zu punkten“, will Ralingens Coach Martial Servais die Spannung hochhalten.
Godendorf, So., 29.9., 14.45h