Es war ein total verrücktes und von beiden Seiten mit offenem Visier geführtes Spiel, das irgendwie auch keinen Sieger verdient hatte, weil es beide Lager verstanden, sich erfolgreich in Szene zu setzen.

Die 200 Zuschauer bekamen in jedem Fall einiges geboten. Zehn Tore, intensive 90 Minuten und ein Happy-End für die Hausherren erlebten die 200 Zuschauer auf dem Zewener Kunstrasen. Die Saartal-SG hatte zunächst die reifere Spielanlage, legte durch Julian Thielen (11.) vor, ehe Zewen nach einem an Fabian Hamm verwirkten und von Dennis Thon verwandelten Foulstrafstoß egalisierte – 1:1 (28.). Doch die Freude über das 1:1 währte nur kurz, als Alec Webel zwei Minuten später auf 2:1 für die Gäste stellte. Nach dem Wechsel wurde es richtig turbulent: Erik May sorgte für das Langsurer 2:2 (49.), ehe die Saartal-SG auf 4:2 davoneilte. Dominik Lorth (59.) und erneut Webel (63.) hatten binnen vier Minuten zum 4:2 getroffen. Doch Langsur kam beeindruckend zurück, verkürzte durch May auf 3:4 (64.), bevor Yannick Andreas Konzentrationsschwächen in der Gästeabwehr zum 4:4 ausnutzte (68.). Lukas Kramp brachte Irsch per Foulelfmeter erneut in Front (78.), ehe Zaki Elhanafy drei Minuten vor Schluss für kollektive Erleichterung bei den Hausherren sorgte – 5:5 (87.). Langsurs Coach Dominik Wintersig meinte aufgewühlt: „Das war nichts für mein Nervenkostüm. Doch ich muss meiner Mannschaft ein dickes Kompliment aussprechen, weil sie drei Mal zurückgekommen ist, und sie immer versucht hat, Lösungen zu finden. Wir haben eine tolle Moral gezeigt. Auch spielerisch war es eine Partie, in der wir eine starke Leistung geboten haben. Alex Hinz im Tor durfte sich in der ersten Halbzeit mehrfach auszeichnen und hat uns mit seinen Paraden im Spiel gehalten, als Schoden mit zwei Toren davon gezogen war. Es war eher ein Punktgewinn als zwei verlorene  Punkte für uns.“ Saartal-Sportchef Philip Kramp befand, dass „es tatsächlich ein sehr turbulentes Match gewesen ist, in dessen Ergebnis auf beiden Seiten noch deutlich mehr Tore hätten fallen können. Letztlich geht das Unentschieden in Ordnung.“

Foto: Sandra Maes