Die Konstellation ist eindeutig: Der FSV Salmrohr möchte den dritten Platz zementieren und benötigt dafür weitere Punkte.

Auf der anderen Seite sind die Vereinigten aus Franzenheim, Pellingen und Schöndorf umso mehr auf Punkte im Kampf gegen den drohenden Abstieg angewiesen. Dass der David es dem Goliath manchmal schwer machen kann, bewies das Hinspiel. Auf dem damals von Pfützen übersäten Pellinger Hartplatz fügte die SG dem haushohen Favoriten eine schmerzhafte 2:1-Niederlage zu. Es war der Anfang davon, dass die Salmrohrer den Kontakt zum Führungsduo aus Tarforst und Schweich einbüßten. Das Frühjahr beschreibt eine andere Situation: Salmrohr kann unbeirrt der Situation seinen dritten Platz festigen und Franzenheim steht nach der jüngsten 1:4-Pleite zuhause gegen den SV Mehring mehr denn je mit dem Rücken zur Wand. Salmrohrs Trainer Rudi Thömmes musste vergangenen Sonntag erneut eindringliche Worte wählen, um seiner in der ersten Halbzeit schwächelnden Truppe ins Gewissen zu reden und an die Einstellung zu appellieren. Erst nach dessen Gardinenpredigt in der Kabine kam seine Offensivabteilung ins Rollen, wurden Leichtsinnsfehler in der Abwehr abgestellt. „Für uns gilt nochmals der Grundsatz: Wenn wir die Einstellung und Mentalität mitbringen, werden wir das Spiel gewinnen. Für uns geht es jetzt darum, den dritten Platz zu verteidigen, damit du ein gutes Gefühl für die neue Runde hast. Zudem haben wir aus dem Hinspiel noch was gutzumachen. Die Mannschaft tut gut daran, meine Vorgaben von der ersten Minute an umzusetzen und nicht erst zur zweiten Halbzeit.“ Oliver Mennicke, der zuletzt wegen einer Oberschenkelverletzung gefehlt hatte, ist ebenso wieder an Bord wie Tom Neukirch. Der musste in Strohn zuletzt berufsbedingt passen. Ben Mombach könnte erstmals eine Option von der Bank sein. Den Hochwäldern steht das Wasser bis zum Hals: Nach dem 1:4 gegen Mehring in einem immens wichtigen Abstiegsspiel bestehen wir die Franzenheimer nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn der auf den letzten Metern gelingt. Zumal man in Salmrohr krasser Außenseiter ist und am kommenden Samstag Primus Tarforst zu Gast ist. Die könnten dann zwar schon Meister sein, doch dem eigenen Anspruch, ungeschlagen durch die Saison zu gehen, möchten die Höhenstädter ebenfalls gerecht werden. Dominik Annen, Vorsitzender des SV Pellingen weiß um die Schwere der Mission Klassenerhalt. „Der Klassenerhalt wird schwierig, gerade bei dem Restprogramm. Mit Salmrohr und Tarforst nächste Woche haben wir gewaltige Brocken vor der Brust. Zumal der Abstand auf Mehring um weitere drei Punkte auf aktuell neun angewachsen ist. Doch die Mannschaft wird sich nicht aufgeben, sich reinhängen und den Kampf annehmen. Der Einsatz muss stimmen, so wie im Hinspiel“, verweist der Pellinger Clubchef auf den Überraschungssieg Ende Oktober. Paul Bladt muss weiterhin passen (Leistenverletzung). Fraglich sind Mike Mokelke und Milan Thein (muskuläre Probleme).

Salmrohr, Samstag, 2.5., 15.30h