11ER: In der Hinrunde verbuchte der SV Trier-Olewig in 13 Spielen 20 Punkte bei einem Torverhältnis von 30:24. In der Rückrunde steht man nun schon bei 24 Punkten aus neun Spielen und 27:8 Toren. Woher kommt diese Leistungssteigerung?

Denys Surma: Uns standen in der Hinrunde viele Spieler nicht konstant zur Verfügung. Wir mussten immer wieder wechseln und unsere Aufstellung verändern. Seit der schwierigen Winterpause kamen immer mehr Spieler zurück. Seit dem Irsch-Spiel haben wir einen vollen Kader und bringen die Stärke, die wir auf dem Papier haben, auf den Platz. Was die Tordifferenz in der Rückrunde betrifft: Wir haben jetzt weniger Wechsel in der Viererkette und die Jungs konnten sich einspielen. Das macht viel aus.

11ER: Ihr Team steht jetzt nur noch vier Punkte hinter dem zweiten Tabellenplatz. Allerdings warten in den nächsten Wochen mit Euren, Konz, Wincheringen und Zewen II starke Gegner. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Surma: Es ist spannend und es freut mich, dass Anfang Mai noch so viel offen ist, es noch so viel Potenzial gibt. Es sind noch Emotionen und Spannung in der Saison und dafür liebt man Fußball. Wir haben noch schwierige Gegner vor uns, waren aber meist gegen die Topteams der Liga erfolgreicher als gegen Kellerkinder oder vermeintlich schwächere Gegner. Wir haben zum Beispiel in der Hinrunde gegen Euren gewonnen und gegen Zewen II verloren. Wir wissen, dass wir in dieser Klasse gegen den Tabellenersten gewinnen, aber auch gegen den Tabellenletzten verlieren können. Wo unsere Gegner stehen, spielt deshalb keine Rolle für uns. Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung, wollen die Serie ausbauen und das Maximum rausholen. Am Saisonende sehen wir dann, wo wir stehen.

11ER: Was ist in dieser Saisonphase entscheidend?

Surma: Mannschaften müssen psychologisch, moralisch und auch als Team funktionieren. In der Kreisliga können individuelle Akteure eine wichtige Rolle spielen und Spiele entscheiden, aber am Ende wird das Team oben stehen, das als Mannschaft am besten funktionierte, Teamgeist zeigte und am besten mit dem Druck umgehen konnte.

11ER: Am Sonntag steht das Rückspiel gegen Spitzenreiter TuS Trier-Euren an. Im ersten Aufeinandertreffen gewann Ihre Mannschaft. Was erwarten Sie in dieser Woche für einen Gegner?

Surma: Das 3:0 klingt eindeutig, aber das Spiel war umkämpft und zwei Tore fielen erst sehr spät. Ich denke, dass es auswärts noch schwieriger wird, Euren zu schlagen. Vier Spieltage vor dem Saisonende steht keine Mannschaft ohne Grund auf dem ersten Platz. Euren hat sich diesen Platz verdient und ist wahrscheinlich der stärkste Gegner, gegen den wir in dieser Phase spielen. Wir wissen aber, dass es nur auf uns ankommt. Wenn wir unsere Leistung bringen, kann sich unseren Jungs keiner in den Weg stellen. Es spielt deshalb keine Rolle, ob Euren unser Gegner ist. Wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren und von Anfang an zeigen, dass wir unbedingt gewinnen wollen.

11ER: Steht gegen Euren weiterhin der volle Kader zur Verfügung?

Surma: Wir werden gut besetzt sein. Es gibt noch ein paar Fragezeichen und Ausfälle, doch der Kader wird aus unserer ersten Mannschaft bestehen. Wir hatten in letzter Zeit Glück, dass es keine größeren Verletzungen gab und keiner im Urlaub ist. Ich hoffe, es wird ein gutes Fußballspiel und dass die Entscheidung auf dem Platz fällt.