Nicht minder brisant ist die Partie des Tabellenelften aus Mehring gegen den Tabellennachbarn SV Niederemmel. Da geht es für beide noch um viel. Denn beide Mannschaften stecken noch immer im Abstiegskampf, gleichwohl beide (noch) über dem Strich stehen.
Die Tendenz spricht klar für Mehring. Denn aus den letzten fünf Partien zog man drei Siege und neun Punkte. Wichtig war für die Blau-Weißen, dass sie ihre Partien gegen die unmittelbare Konkurrenz zu ihren Gunsten gestalten konnten. So gelang in Geisfeld ein 3:2-Erfolg, zuletzt wurde mit 4:1 in Schöndorf gewonnen. Somit konnte man zwei Konkurrenten distanzieren. „Wir haben die Klasse noch nicht gehalten“, warnt der Mehringer Coach. „Das 4:1 in Schöndorf war ein Sieg für die Moral und das Selbstbewusstsein. In der Woche werden wir gut trainieren, um gut gerüstet zu sein. Gegen Niederemmel erwarte ich ein schweres Spiel, denn es ist ja auch ein kleines Derby mit eigenen Gesetzen. Niederemmel steht tief und kompakt, sie haben mit Benedikt Vogedes einen Stürmer mit einem ausgeprägten Torriecher. Das Hinspiel haben wir 2:0 gewonnen. Jetzt wollen wir einen Dreier nachlegen. Der würde einen Riesen-Step bedeuten“, ist sich Mehrings Spielertrainer Simon Monzel der brisanten Ausgangslage bewusst. Mit Burak Sözen kam jüngst ein neuer Spieler hinzu. Der hatte bereits im Spiel in Schöndorf die Abwehr stabilisiert, gleichwohl der 32-Jährige polyvalent einsetzbar ist und einst auch Stürmer war. Sözen war bis Ende der vergangenen Saison noch beim A9-Ligisten SV Wittlich als mitspielender Assistent unter seinem Bruder Fatih Sözen aktiv. In früheren Jahren spielte Sözen bei Eintracht Trier und der TuS Koblenz in der Regionalliga und war u.a. in Hostert und Grevenmacher in der ersten und zweiten Luxemburger Liga unterwegs. „Burak und ich kennen uns noch von früher. Er hat Bock bei uns zu kicken und möchte uns zunächst bis zum Sommer helfen. Klar, ist Burak schon jetzt eine Bereicherung“, lässt Monzel durchblicken. René Linster muss aufgrund eines Meniskusanrisses passen. Nico Scholtes ist aus dem Urlaub zurück. Extrem schwierig ist die Situation beim SV Niederemmel. Ausfälle im zweistelligen Bereich drücken auf die Stimmung und die Struktur im Team. Beim 2:8 gegen Schweich musste Trainer Sascha Kohr auf zwölf Spieler aus unterschiedlichen Gründen verzichten. Mit Dustin Geisler, Eric Hagen, Alex Christ, Florian Philipps, Thomas Dienhart (alle im Spiel gegen Schweich verletzt) und Mario Görgen, der sich die Gelbrote Karte einhandelte, kommt ein halbes Dutzend Akteure hinzu. „Da wird es schwierig gegen Mehring zu bestehen bei so vielen Ausfällen. Wir müssen es irgendwie hinbekommen, elf gesunde und spielfähige Spieler zusammenzubekommen in einem Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen. Mehring ist im Aufwind und ist zu Hause sowieso der Favorit“, weiß Kohr um eine schwere Hypothek. Immerhin kommen mit Manuel Leitzgen, Maxim Swoboda und Luca Hermandung drei Aktive zurück.
Mehring, Sonntag, 3.5., 15.30h
