Am Sonntag treffen in einem reizvollen und sehr wahrscheinlich äußerst umkämpften Spiel der Tabellensechste SG Ruwertal/Gutweiler und der erste Verfolger von Primus FSV Tarforst, die TuS Mosella Schweich, aufeinander.
Schon aufgrund der Tabellenkonstellation lässt sich eine Favoritenstellung für die Gäste von der Römischen Weinstraße ableiten. Will die Mosella auf Schlagdistanz zum Ligaprimus aus Trier bleiben, sollten zwingend drei weitere Punkte her. Beide Mannschaften sind derzeit mit großem Erfolg unterwegs. Während die Ruwertaler seit vier Spieltagen ungeschlagen daherkommen, glänzen die Schweicher mit einer großartigen Serie von 15 Partien ohne Niederlage – und das jahresübergreifend. 14 Partien beendete das Team von Thomas Schleimer in diesem Zeitraum als Sieger – wahrlich eine Meisterleistung. Wäre da nicht der holprige Saisonstart gewesen, die Mosella läge sehr wahrscheinlich mit nur knappem Rückstand hinter Tarforst auf der Lauer. So ist das Ziel seit Wochen klar: Man will Platz zwei zementieren und über eine Aufstiegsrelegation die Rückkehr in die Rheinlandliga packen.
Wo möchte Schweichs Trainer Thomas Schleimer den Hebel ansetzen, um auch im Ruwertal zu drei Punkten zu kommen? „Für uns gilt es, die passende Balance aus Defensive und Offensive zu finden. Hierzu müssen wir kompakt gegen den Ball arbeiten und uns zeitgleich über ein gutes Positionsspiel Torchancen erspielen“, weiß der 33-Jährige um ein mögliches Rezept. Der Coach der Mosella erwartet in dieser umkämpften und wieder intensiv geführten Partie eine „Mischung aus Kampfgeist und spielerischer Klasse. Aus diesem Grund müssen wir von der ersten Minute an konzentriert zu Werke gehen und voll dagegen halten.“ Personell sieht es gut aus beim Tabellenzweiten: „Ich erwarte Elias Hansjosten (nach Krankheit) und Michael Stüttgen (fehlte studienbedingt) zurück im Kader. Luca Stadfeld und Eliah Dick befinden sich noch im Aufbautraining und stellen keine Optionen für den Kader dar.“
Die Blicke von Ruwertals Trainer Bastian Jung richten sich sekundär auf die Tabellenkonstellation. „Wir möchten den sechsten Platz halten und könne eventuell auf Platz fünf schielen, wenn wir es hinbekommen, den ein oder anderen Favoriten zu ärgern. Wir haben keinen Druck und können befreit aufspielen“, liegt die Erwartungen für den SGR-Coach eher bei Schweich. Dennoch sieht er den Gegner klar in der Favoritenrolle. „Es wird kaum möglich sein, das Kollektiv und die individuelle Klasse von Schweich über 90 Minuten komplett auszuschalten. Wir müssen eine hohe Zweikampfintensität und Laufbereitschaft an den Tag legen, um es Schweich möglichst schwierig zu machen, ihre Qualität im letzten Drittel auszuspielen.“ Jung, der auch in der nächsten Saison das Traineramt beim Tabellensechsten innehat, erwartet ein spannendes Spiel. „Ich hoffe, dass wir es schaffen, das Spiel möglichst lange offen gestalten zu können, um dann zu sehen, was auf unserem Rasen in Kasel möglich ist. Generell ist Schweich klarer Favorit, aber wir können unbeschwert aufspielen und mit ein wenig Spielglück können wir eventuell für eine kleine Überraschung sorgen.“ Urlaubsbedingt fehlt Mathis Homburg, Marc Picko fällt verletzungsbedingt aus und Jeremy Kaiser ist Gelb-Rot gesperrt.
Kasel, Sonntag, 29.3., 14.45h
