11ER: Nach den Erfolgen zu Saisonbeginn erlebte der SV Trier-Irsch seine erste kleine Schwächephase, die kürzlich gegen Salmrohr endete. Wie haben Sie die letzten Wochen wahrgenommen?
Sebastian Szimayer: In erster Linie bin ich unfassbar stolz, was für einen guten Saisonstart die Jungs hingelegt haben. In zwei Spielen mussten wir Lehrgeld zahlen, aber es war irgendwo klar, dass so etwas passieren wird. Trotzdem waren wir in den Spielen immer präsent und zeigten gute Leistungen. Gegen Sirzenich und Saartal waren es auch eher unglückliche Niederlagen, in anderen hatten wir wiederum das Glück auf unserer Seite. Es stimmt mich positiv, dass wir selbst gegen starke Gegner nicht unterlegen waren und mitspielten.
11ER: Können Sie so früh in der Saison bereits eine Entwicklung bei Ihrer Mannschaft feststellen?
Szimayer: Auf jeden Fall. Die Jungs sind reifer in ihrer Spielweise und haben konditionell zugelegt. Sie machten einen großen Schritt nach vorne. Unsere Mannschaft ist noch sehr jung und ohne Luca Sasso-Sant war unser ältester Spieler zuletzt 26 Jahre alt. Es ist schon beeindruckend, was sie momentan leistet.
11ER: Luca Sasso-Sant kam nach seiner Verletzung noch nicht richtig zurück. Wie ist der Stand bei ihm?
Szimayer: Luca hatte ein Schädel-Hirn-Trauma und hat danach etwas mehr Zeit gebraucht. Wir wollten auch kein Risiko eingehen, denn die Gesundheit geht immer vor. Aktuell hat er kleinere Probleme mit dem Rücken und auch hier gilt, dass wir kein Risiko eingehen werden. Wir schauen von Woche zu Woche und hoffen, dass er bald wieder dabei ist. Er ist unser Kapitän und ein Schlüsselspieler.
11ER: Sieben von 18 Toren erzielte Ihre Mannschaft in den ersten 15 Minuten eines Spiels. Haben Sie eine Erklärung dafür?
Szimayer: Wir sind, was das betrifft, wahrscheinlich kein typischer Aufsteiger. Wir wollen nicht defensiv spielen, sondern setzen auf einen offensiven Powerfußball. Wir haben in der Vorbereitung hart an uns gearbeitet und wollen nicht abwarten, was unser Gegner macht, sondern stattdessen offensiv alles reinwerfen. Unsere Spiele sind immer unterhaltsam. Leider geht uns meist nach 70 Minuten Vollgas etwas die Luft aus, weshalb unser Spiel in der zweiten Halbzeit meist einen Knick bekommt. Das ist bei unserer Art Fußball aber ein Stück weit normal. Wir werden uns trotzdem nicht hinten einmauern.
11ER: Mit dem SV Wittlich wartet ebenfalls ein Aufsteiger, der seine A-Klasse im letzten Jahr dominierte. Was für einen Gegner erwarten Sie am Sonntag?
Szimayer: Wittlich ist eine robuste Mannschaft und bringt offensiv mit Caspari und Servatius sehr viel Erfahrung mit. Defensiv stehen sie mit Cullmann richtig gut. Sie werden ein harter Brocken, aber auf uns wartet jede Woche ein neuer harter Brocken. Es ist nicht so, dass wir qualitativ die beste Mannschaft der Liga sind. Wir schauen deshalb von Spiel zu Spiel und versuchen, bestmöglich vorbereitet zu sein. Wir gehen jedes Spiel demütig und mit Respekt vor unseren Gegnern an. Das heißt aber nicht, dass wir uns verstecken werden oder nicht auf Sieg spielen.
11ER: Wie steht es vor dem Aufsteigerduell um das Personal?
Szimayer: Leon Klupsch ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und wir hoffen, dass Sasso-Sant wieder fit wird. Mit ihnen sind wir bald noch flexibler aufgestellt. Ob es schon fürs Wochenende reicht, müssen wir abwarten.
