Außer Issel steht die komplette Liga im Spielbetrieb

Vorberichte, C-Trier/Eifel: Die Eintracht hat Langsur zu Gast

Außer Issel steht die komplette Liga im Spielbetrieb

01. Oktober 2020, 00:00 Uhr

Arigon Demaj (rechts, im Zweikampf mit dem Kürenzer Frank Kovacevic) bringt es derzeit auf drei Treffer und hat seine Torgefährlichkeit hinlänglich bewiesen. Trifft der Stürmer des TuS Kenn auch in Butzweiler?

Auf dem Petrisberg steigt das Kellerduell zwischen dem FSV Kürenz und der zweiten Mannschaft der SG Ralingen. Auf dem Kunstrasengelände des Trierer Moselstadions empfängt der SVE die wieder gut gestarteten Zewener und die SG Aach möchte gegen den momentanen Spitzenreiter TuS Kenn die Pokalschmach von Beuren (0:4) wieder ausbügeln. Auch die Partie zwischen der TSG Biewer und dem SV Udelfangen versprüht einen gewissen Reiz.

FSV Kürenz – SG Ralingen II

Vom eigentlichen Ziel, oberes Mittelfeld, ist der FSV Kürenz momentan weit entfernt. Das jüngste 0:4 in Kenn verdeutlicht die Misere beim früheren B-Ligisten. Will der Stadtteilclub nahe der Trierer Uni in der Liga bleiben, sollte zumindest in den Spielen gepunktet werden, in denen es am ehesten möglich ist. Gegen Ralingens Bezirksligareserve bietet sich nun die Möglichkeit, gegen einen unmittelbaren Kontrahenten gegen den Abstieg dreifach zu punkten und mit einem ersten möglichen Erfolgserlebnis Selbstvertrauen zu tanken. Doch so schlecht wie das derzeitige Tabellenbild es ausweist ist die Sauertaler Zweite nicht. Zwar habe die Mannschaft zwei desaströse Niederlagen gegen Kernscheid und Udelfangen einstecken müssen (1:8, 1:7), doch die knappe 2:3-Niederlage in Schweich lässt die Hoffnungen auf ein erstes Erfolgserlebnis, sprich den ersten Saisonsieg, aufkommen. Zuletzt war auch der Kader wieder deutlich besser bestückt als vor zwei Wochen in Udelfangen. Eventuell kann sich das Team leisten, den einen oder anderen Spieler aus der Bezirksligaelf nach unten zu beordern, wenn es deren Personallage zulässt. In jedem Fall ist große Spannung angesagt, wenngleich der FSV auf seinem Hartplatz nicht unbedingt der klare Außenseiter ist. Den eines ist gewiss: Die Null wird zumindest bei einem Team nicht mehr stehen.
TR-Kürenz, Sonntag, 04.10., 13.00h

TSG Biewer – SV Udelfangen

Aufsteiger gegen Tabellenzweiter. Das Duell verspricht Spannung und auch Unwägbarkeiten mit entsprechendem Überraschungspotenzial. Das liegt einerseits daran, dass der Aufsteiger aus Biewer furios in die Saison gestartet ist und sich auf seinem Hartplatz pudelwohl fühlt. Zu Hause können die Biewerer gegen fast jede Mannschaft – außer gegen die Eintracht vielleicht – für eine Überraschung sorgen und gewinnen. Andererseits kommen die Udelfanger mit der Empfehlung eines 7:3-Sieges gegen die SSG Kernscheid in die Trierer Vorstadt. Die leichte Favoritenstellung des SVU ergibt sich auch aus der Tatsache, dass die Abteilung Sturm und Drang derzeit ganz oben mitspielt. 18 Mal schlug die Kugel bereits im gegnerischen Kasten ein. Achillesferse der Grün-Weißen ist zweifellos die Defensive, denn zwölf Gegentore bedeuten drei pro Spiel. Eindeutig zu viel, im Konzert der ganz Großen mitzuspielen. Oder doch nicht? Denn sowohl gegen Issel (4:1) als auch gegen Ralingen II (7:1) gab es lediglich jeweils nur einen Gegentreffer. TSG-Trainer Sascha Carl wird den Gegner haargenau analysiert haben, um mit einer konzentrierten Leistung den zweiten Heimsieg folgen zu lassen. Wer meint, dass Udelfangen im direkten Vergleich die Nase vorn haben könnte, der irrt. Denn in den letzten vier Begegnungen beider Mannschaften gab es nicht einen einzigen Udelfanger Sieg. Im Gegenteil: Dem Remis (2:2, Saison 17/18) stehen drei Niederlagen zu gegenüber. Grund genug also, gegen den Angstgegner mal wieder einen Dreier einzufahren. Wem dem so wäre, könnte sich das Team von Michal Janega und Dennis Spoden zumindest für die nächsten zwei, drei Wochen im Spitzenbereich der Liga einnisten.
TR-Biewer, Sonntag, 04.10., 15.00h

SSG Kernscheid – TuS Schweich III

Trotz der besseren Tabellenposition der Schweicher Mosella geht die SSG Kernscheid auf dem Kunstrasen von Trier-Irsch als Favorit in die Partie. Zwar geben die letzten Ergebnisse der Elf von Trainer Edilson Durao Williams so manches Rätsel auf, dennoch ist das Team in der Lage, zumindest mal zu Hause auch spielerisch dagegenzuhalten. Das bislang einzige Heimspiel gegen Ralingen II wurde mit 8:1 recht deutlich gewonnen. Die Spielansetzer wollten es so, dass die Höhenstädter bislang dreimal reisen mussten – und überraschend ohne Punkte heimkehrten. Gegen Udelfangen kann man verlieren, doch beim besten Willen nicht so hoch und auch beim TuS Issel hängen die Trauben stets ziemlich hoch, doch eine Niederlage in Biewer geht den Spielern wohl nicht so leicht aus den Köpfen. Mag sein, dass die Kunstrasen verwöhnten Kernscheider Kicker auf einem Hartplatz wie jenem in Biewer keine Einstellung fanden. Auf jeden Fall will die SSG die Gelegenheit nutzen, um den zweiten Heimsieg einzutüten und sich wieder ins Mittelfeld zu orientieren. Die Mosella spielt als Aufsteiger ganz munter mit und hat sich mit fünf Punkten aus vier Spielen im Mittelfeld der Tabelle positioniert. Beim jüngsten 3:2-Erfolg gegen Ralingen traf Marc Fußangel dreifach. Der wird auch für Kernscheids Abwehr wieder eine Herausforderung sein, wenn es darum geht, den eigenen Strafraum sauber zu halten. Denn mit 14 Gegentreffern steht die SSG-Defensive bislang alles andere als sattelfest.
TR-Irsch, Sonntag, 04.10., 15.00h

SG Aach – TuS Kenn

Im Duell zweier erster Mannschaften reist der TuS Kenn als Favorit in Butzweiler an. Zwar hatten sich die Mannen von Aachs Trainer Ditmar Kraus in Zewen viel vorgenommen, doch es reichte nicht, um die kompakte und gut besetzte Castello-Elf in Schwierigkeiten zu bringen (1:4). Nun unternimmt Kraus im Heimspiel gegen Kenn einen ernuten Anlauf, den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen. Doch es ist Vorsicht geboten, denn die Kenner sind ausgesprochen gut drauf und geizen auch nicht mit Toren. Die 16 erzielten Treffer kommen nicht von ungefähr und tragen die Handschrift vor allem von zwei Spielern mit demselben Namen. Arianit und Arigon Demaj treffen aus allen Lagen und haben mit insgesamt acht der 16 Treffer 50 Prozent der Tore erzielt. Mit Valmir Xheladini steht ein dritter torgefährlicher Stürmer bereit. Seine drei bislang erzielten Buden passen ins Gesamtkonzept der offensiven Ausrichtung der Mannschaft, die die Trainer dem Team verordnet haben. Hält die Siegesserie gegen Aach kann sich die Liga eine Woche später auf einen richtigen Hit gegen den SVE II freuen.
Butzweiler, Sonntag, 04.10., 15.00h

Eintracht Trier II – SG Langsur II

Das wird eine Herausforderung für die Eintracht, denn die Reserve des A-Ligisten SG Langsur hat ihre ersten beiden Saisonspiele gewonnen. Das 3:0 in Kürenz ist noch unter die Rubrik Pflichtsieg einzuordnen, doch das 4:1 zu Hause gegen Aach entsprang schon einer starken und kompakten Gesamtleistung der Elf von Stefan Castello und Dennis Becker. So reisen die Moselaner nicht chancenlos ins Moselstadion und wollen sich so teuer wie möglich verkaufen. Selbstredend ist der SVE nicht nur der Favorit in dieser Partie, sondern auch der große Aufstiegsaspirant. Bislang haben die Trierer diese interne Vorgabe sehr ordentlich umgesetzt. Die beiden Spiele gegen Udelfangen (7:0) und in Schweich (6:1) wurden ohne Probleme hoch gewonnen. Da die Elf von Stefan Fleck und Daniel Schraps drei Wochen Pause gehabt hätten, vereinbarten die Verantwortlichen ein zusätzliches Testspiel. Vorigen Sonntag wurde gegen den B-Mosel/Hochwald-Ligisten DJK Pluwig-Gusterath II mit 3:2 gewonnen. Doppeltorschütze Niko Bock sowie Lukas Wegner hießen die Torschützen für den SVE und sorgten für zufriedene Gesichter bei den Trainern. Am Sonntag ab 15 Uhr heißt es aber wieder: Konzentration hochhalten und Langsur schlagen. Ob der Gegner der Eintracht diesen Gefallen tut?
TR-Moselstadion, Kunstrasen, Sonntag, 04.10., 15.00h (ls)  

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