Auf dem Rasenplatz in Trier-Heiligkreuz gab es keinen Sieger. In einem hochintensiven Spiel trennten sich der VfL und die SG Kenn 2:2-Unentschieden.
„Das 2:2 geht so auch in Ordnung. In der ersten Halbzeit war Kenn die bessere Mannschaft, wir in der zweiten. Kenn agierte sehr effizient, wir dagegen haben es nicht geschafft, in unsere Abläufe zu kommen. Das Spiel war sehr intensiv und von zahlreichen Zweikämpfen geprägt. In der zweiten Halbzeit haben wir unser Anlaufverhalten geändert. Die Reaktion auf das 0:1 war dann echt gut. Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen, weil sie nach zwei Rückständen zurückgekommen ist bei den hohen Temperaturen. Kurz vor Schluss hatten wir durch Aniel Oliveira noch einen Pfostenschuss, doch das 3:2 wäre des Guten auch zu viel gewesen“, sprach VfL-Trainer Marco Neumann von einem leistungsgerechten Resultat. Die Vereinigten aus Kenn, Fell, Riol und Longuich gingen 16 Sekunden nach Wiederbeginn in Führung. Nach eigenem Anstoß hatte Kenns Carsten Reis den Braten eines zu kurz geratenen Rückpasses gerochen und einen von seinem Bruder Nico an den Pfosten gesetzten Ball abstauben können (46.). Der VfL versteckte sich nicht und kam nur vier Minuten danach zum 1:1-Ausgleich. Nach einem Steckpass von Elias Blasius erzielte Jon Rollo mit einem Schlenzer gegen die Laufrichtung von Torwart Christian Weingärtner aus 16 Metern den Ausgleich (50.). Nach wiederum eigenem Freistoß verlor der VfL den Ball und als es über Nico Reis schnell ging, der einen langen Ball auf seinen Bruder Carsten spielte und dieser alleinstehend cool blieb, stand es nach einer Stunde 1:2. Doch die Heiligkreuzer schlugen ein zweites Mal zurück. Nach einer Seitenverlagerung von Noah Laros auf Mats Dahlmann gelang es Oliveira, die scharf nach innen gebrachte Flanke ins Netz zu schieben – 2:2 (65.). Wie Neumann durchblicken ließ, sei auch Kenns Co-Trainer Louis Welter zufrieden gewesen. „Kenn hat auch ohne seinen urlaubenden Trainer Andreas Schneider sehr diszipliniert und konzentriert gespielt. Carsten Reis ist natürlich ein absoluter Ausnahmespieler, der eine unglaubliche Ruhe vor dem Tor besitzt. Kenn agierte laufstark und kompakt im Mittelfeld“, hatte auch VfL-Trainer Neumann einen starken Gegner gesehen.
Foto: Archiv/Alfred Weinandy
