Am Winzerkeller duellieren sich die beiden Zweitvertretungen der Bezirksliga-Spitzenklubs. Eine Etage tiefer in der Kreisliga A kommen beide Mannschaften mit völlig unterschiedlichen Zielsetzungen zum Derby.

Während die Schweicher längst im sicheren Hafen der Liga angekommen und auf Rang sechs positioniert sind, machen sich die Trierer Höhenstädter noch Sorgen im Kampf gegen den Abstieg. Zwar steht die FSV-Reserve nach ihrem glatten 3:0-Sieg gegen Pluwig-Gusterath knapp über dem Strich, doch von Entwarnung kann keine Rede sein. Denn in der Liga kämpfen gleich sieben Mannschaften, sprich die halbe Klasse, gegen einen Absturz ins Unterhaus. Der FSV hat 22 Punkte auf sein Konto bringen können, doch mit ihm verfügen die SG Kanzem und der VfL Trier über exakt die gleiche Punktzahl. Doch so richtig sorglos dürfen sie auch am Schweicher Winzerkeller nicht sein, wie Trainer Patrick Quary durchblicken lässt. „Wir wiegen uns keinesfalls schon in Sicherheit. Sieben Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz hören sich scheinbar komfortabel an, sind es aber nicht. Verlierst du gegen Tarforst und auch das nächste Spiel, bist du mittendrin im Abstiegskampf.“ Quary weiter: „Das wird ein schwieriges Spiel, weil Tarforst eine fußballerisch gute Mannschaft ist, die Dinge auch spielerisch lösen kann.“ Quary fordert, „eine andere Körpersprache zu zeigen, die individuellen Fehler zu minimieren und unser Tempo auf den Platz zu bekommen. Wichtig wäre, auch mal in Führung zu gehen, um Sicherheit in unser Spiel reinzubekommen“. Benjamin Terhoeven weilt aus privaten Gründen in Stuttgart, während Lennart Wirz nach Blessuren im Sprunggelenk wieder zur Verfügung steht. Der Blick von FSV-Trainer Alexander Becker ging noch mal kurz zurück. „Das 3:0 gegen Pluwig-Gusterath war ein extrem wichtiger Sieg mit Blick auf die Tabelle. Es war wichtig, aktiv und mutig zu sein und sich nicht zu verstecken. Die taktischen Dinge hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt.“ Der Gegner sei vor allem nach vorne brandgefährlich, so Becker. „So wie in den letzten vier Wochen auch, möchten wir mit Überzeugung und Mut agieren, vor allem aktiv sein. Nach einer guten Trainingswoche möchten wir genügend Selbstvertrauen mit nach Schweich nehmen und auch dort drei Punkte entführen.“ Leo Reh sei jetzt dauerhaft bei der Zweiten dabei und auch Benedikt Resch wird öfter beim A-Ligisten aushelfen. Jan Bauchmüller, der gegen Pluwig noch geschont wurde, steht wieder bereit, Paul Kersthold ist angeschlagen und deshalb fraglich. Jacob Penth muss wegen Leistenbeschwerden passen.

Schweich, Sonntag, 19.4., 12.15h