So richtig anfreunden mit dem Remis konnte sich Tawerns Trainer Steve Birtz freilich nicht.




Viel Ballbesitz und etliche Chancen, zu einem Siegtreffer zu kommen, hatte der SVT zu Hauf. Doch am Ende kam der Tabellensechste aus Tawern gegen die abstiegsbedrohten Eifeler über ein 1:1-Unentschieden nicht hinaus. Der Favorit tat sich gegen die tiefer agierenden Eifeler über die gesamte Zeit schwer. So war es Pascal Hurth vorbehalten, nach Vorarbeit von Jonathan Konrad erst nach einer Stunde Spielzeit den Führungstreffer zu erzielen. Als Kolja Theis mit einer präzisen, scharfen Hereingabe Maxi Kolbet im Zentrum fand und der Utscheider Torjäger den Ball im Nachsetzen über die Linie stocherte, stand es zehn Minuten vor Schluss 1:1. Die Gäste hatten zwei Minuten vor Ultimo durch Nicolas Krämer gar den Siegtreffer erzielen können, doch der schoss aus 14 Metern haarscharf übers Tor. „Wir haben zwar kein Feuerwerk abgebrannt, doch mit der Anzahl an Torchancen musst du das Spiel gewinnen. Vielleicht haben wir auch etwas zu blauäugig agiert und eben keine 100 Prozent investiert. Wenn du das nicht schaffst, dann gewinnst du in der Bezirksliga auch nicht gegen den Tabellenviertletzten. Vor allem in den letzen 15 Minuten war es zu wenig von uns. Natürlich bin ich über das Ergebnis enttäuscht, aber auch darüber, weil wir es nicht geschafft haben, Utscheid so in Bedrängnis zu bringen, wie wir uns das vorgenommen hatten.“ So traf Hurth nur den Pfosten. Auch eine Vierfachchance in der ersten Halbzeit blieb aufseiten des SV Tawern ungenutzt. Gäste-Coach Rainer Müller bezeichnete das 1:1 als „Punkt der Moral. Wir haben nie aufgesteckt, sind nach dem Rückstand nicht nervös geworden und haben weiter versucht, nach vorn zu spielen. Was gegen Salmrohr noch nicht gelang, haben wir heute mit Spielglück und Geschick über die Zeit gebracht und uns belohnt. Es war vom Einsatz her und der Moral ein sehr engagierter Auftritt.“

Foto: Sandra Maes