11ER: Ihre Mannschaft absolvierte bereits ein Nachholspiel, bevor man an diesem Wochenende offiziell in die Restrunde startet. Wie lief die Vorbereitung des TuS Mosella Schweich III?

Frank Lamberty: Da ich sehr im Karneval involviert war, mussten die Jungs die ein oder andere Trainingseinheit selbst gestalten. Das hat aber gut geklappt. Die Beteiligung über die Vorbereitung war gut und wir hatten immer zwölf bis 16 Mann im Training. Das ist für eine dritte Mannschaft schon außergewöhnlich. Unsere beiden Testspiele konnten wir überzeugend gewinnen. Da wir gegen unterklassige Mannschaften spielten, waren das aber mehr Trainingseinheiten. Beim 2:1-Sieg gegen Niederemmel hat es uns hier und da noch ein wenig gefehlt, aber es war ein Sieg des Willens. Und im Endeffekt war er auch verdient, weil wir die größeren Torchancen hatten. Ich bin deshalb mit der Vorbereitung und unserer Punktausbeute zufrieden. Immerhin konnte die Mannschaft schon jetzt mehr sammeln als in der ganzen letzten Saison.

11ER: Was genau fehlte Ihnen gegen die Niederemmel-Reserve?

Lamberty: Was Einstellung, Einsatz und Zweikampfverhalten betrifft, sind unsere Jungs auf einem super Weg. Alle rufen über 90, 95 Minuten alles ab. Noch kommen mir die spielerischen Aspekte zu kurz. Da müssen wir in den nächsten Wochen weiter dran feilen, um in den Flow reinzukommen. Aber wie gesagt: Was Kampfgeist und Zweikampfverhalten betrifft, gibt es keinen, der nicht alles auf dem Platz lassen würde. Das Team ist immer gewillt, Tore zu schießen und spielte die Treffer gegen Niederemmel auch gut raus.

11ER: Mit Nils Bracker kam Verstärkung aus Pölich. Wie kam es zu diesem Wechsel?

Lamberty: Nils’ Bruder Finn spielt seit dieser Saison bei uns. Weil Nils in der ersten Mannschaft von Pölich nicht richtig zum Zuge kam, sich wohl auch mit seinem damaligen Trainer nicht gut verstand und mit seinem Bruder zusammenspielen wollte, kam es zum Wechsel. Er ist definitiv eine Verstärkung und es freut mich, dass er zu uns kam. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Spieler zu einer dritten Mannschaft wechseln. Da ist der Weg unserer Dritten vielleicht abgezeichnet … 

11ER: Jetzt steht das Derby gegen Bekond an. Der SVB konnte am letzten Wochenende einen hohen Sieg feiern und hat nach der 0:3-Hinspielniederlage etwas gutzumachen. Was für einen Gegner erwarten Sie?

Lamberty: Ehrlich gesagt war ich von der Höhe des Sieges überrascht. Wir wissen aber, dass Bekond Fußball spielen kann. Unser Sieg gegen sie war mindestens ein Tor zu hoch. Bekond verpasste damals den Anschlusstreffer und traf nach der Pause nur Pfosten oder Latte. Wir sind gewarnt und wissen, dass Pölich die Hinspielniederlage ausmerzen will. Unser Ziel ist aber immer das Maximum und auch dieses Mal wollen wir die drei Punkte. Ich bin guter Dinge, denn unsere Mannschaft braucht sich vor niemandem zu verstecken. Es ist ein Derby und gegen Bekond muss ich die Jungs nicht groß motivieren. Ich hebe lieber den Finger und sage, dass wir sie nicht unterschätzen dürfen, wenn wir auch das Rückspiel für uns entscheiden wollen.

11ER: Gehen Sie von einem Kampfspiel aus oder wird doch das Fußballerische entscheidender?

Lamberty: Ich erwarte viel Kampf, würde aber gerne spielerische Akzente von meiner Mannschaft sehen. In einem Derby muss man über den Kampf ins Spiel finden.

11ER: Wie sieht es personell vor dem Derby aus?

Lamberty: Wir sind komplett – alle sind fit und bereit. Wir haben derzeit einen gesunden Konkurrenzkampf, der für eine dritte Mannschaft schon besonders ist. Das macht es mir als Trainer nicht leichter, Spieler draußen zu lassen. Die Jungs haben zum Glück eine gute Einstellung und akzeptieren Entscheidungen. Wer von der Bank kommt, gibt alles, um zu zeigen, dass er einen Stammplatz verdient hat. Von der Nummer eins bis 17 hängt sich jeder voll rein.