11ER: Es geht wieder los und der Auftakt gegen den SV Krettnach steht bevor. Wie groß ist die Vorfreude nach so einer langen Pause?
Tobias Spruck: Die Vorfreude ist schon sehr groß. Wir freuen uns, dass wir endlich wieder auf dem Platz stehen können. Wir haben ein Dreivierteljahr darauf gehofft und jetzt zwei Monate darauf hingearbeitet. Es ist toll, mit Zuschauern spielen zu können und wir haben einfach richtig Bock. Es läuft noch nicht ganz rund, aber das wird schon.

11ER: Der SV Trier-Irsch lag souverän auf dem ersten Tabellenplatz, dann wurde die Saison abgebrochen und annulliert. Wie groß war die Enttäuschung über diese Entscheidung?
Tobias Spruck: Die Enttäuschung war sicherlich da, denn wir hätten gerne weitergespielt und die Chance bekommen, aufzusteigen. Es bringt aber nichts, darüber noch zu jammern. Die Enttäuschung war groß, aber sie ist auch abgehakt. Jetzt wollen wir alles geben und versuchen es in diesem Jahr zu schaffen. Dann können wir auch mit Genugtuung auf die abgebrochene Saison zurückblicken.

11ER: Die Zielsetzung ist also der Aufstieg?
Tobias Spruck: Ja, ganz klar.

11ER: Elias Heitkötter hat die Mannschaft verlassen. Was hat sich sonst noch im Kader des SVI getan?
Tobias Spruck: Es stimmt, Elias Heitkötter hat uns verlassen. Dafür ist Semih Yöndem gekommen, der ein Zweitspielrecht wahrnimmt. Aktuell ist er aber noch bei seinem Heimatverein. Mit Julio [Tiburtius] haben wir unseren zweiten Torwart verloren, diesen aber ersetzen können. Mit Christian Grubeanu, der zuletzt eine Pause einlegte, zuvor aber die Jugend des FSV Tarforst durchlief, gewannen wir noch einen Spieler für die Offensive. Es hält sich also alles die Waage, wobei wir bereits sechs, sieben Verletzte zu beklagen haben. Auch mein Trainerkollege Philipp Hermes fällt mit einem Sehnenriss länger aus. Wir haben aber eine gute Vorbereitung gespielt und einen breiten Kader mit guten Jungs, die alle zeigen wollen, dass sie sich auf Fußball freuen. Wir können die Ausfälle also auffangen, aber es wäre trotzdem schöner, aus dem Vollen schöpfen zu können.

11ER: Der SV Trier-Irsch gehörte zu den Mannschaften, die sich auch in der Pause fit gehalten haben. Woran machen Sie die vielen Verletzungen fest, von denen ja auch viele andere Vereine betroffen sind? Ist es wirklich die lange Pause?
Tobias Spruck: Es stimmt, wir haben uns fit gehalten. Meine Schwägerin hat in Worms ein Fitnessstudio und wir haben ein Programm ausgearbeitet, das unter anderem auch Verletzungen vorbeugen soll. Die lange Pause fordert trotzdem Opfer. Kein Spieler ist ein Leistungssportler und vielleicht will der ein oder andere auch zu viel zu früh. Deshalb können sich Verletzung aktuell häufen. Es ist Schade, aber wir sind auf einem guten Weg, alle wieder fit zu bekommen.

11ER: Im ersten Saisonspiel wartet der SV Krettnach und damit eine Mannschaft, die in der letzten Saison mal sehr stark spielte, mal schwächer. Was für einen Gegner erwarten Sie?
Tobias Spruck: Krettnach ist eine Mannschaft, die in der Lage ist, super Leistungen zu bringen. Zum Saisonauftakt vor eigenem Publikum werden sie alles geben, um mit drei Punkten zu starten. Wir wollen uns aber auf unsere Leistung konzentrieren und unser Spiel durchziehen. Es wird ein schwieriges Spiel und wenn wir das schaffen, was wir uns vorgenommen haben, auch ein gutes.