11ER: Wie ist es bisher gelungen, in die Saison reinzufinden? Immerhin hat ja ein kleiner Umbruch im Team stattgefunden.
Tobias Niehl: Beim 2:3 in Osburg hatten wir ein bisschen Pech, da hätte es durchaus auch zu einem Punkt reichen können. Gegen Tawern haben wir eine starke Leistung auf den Platz gebracht und nicht unverdient mit 4:1 gewonnen. Glücksgöttin Fortuna hatten wir aber auch auf unserer Seite. Beim 0:4 in Tarforst waren wir gegen eine offensivstarke Mannschaft chancenlos und haben vor und nach der Pause dumme Gegentore kassiert. Nachdem uns einige Leistungsträger verlassen haben, steht tatsächlich ein kleiner Umbruch an, den wir gerade zu meistern dabei sind. Die jungen Spieler brauchen noch Zeit und müssen sich von den erfahrenen, älteren Akteuren leiten und führen lassen.

11ER: Demzufolge darf man von ihrer Mannschaft auch keine Wunderdinge erwarten, was die Saisonzielstellung angeht?
Niehl: Nein, der Klassenerhalt steht ganz oben auf der Agenda, wir wollen einen Abstiegskampf bis zum Saisonende unbedingt vermeiden und zwei bis drei Teams hinter uns lassen.

11ER: Bei welchen Vereinen waren Sie vorher unterwegs?
Niehl: In der Jugend habe ich beim FC Bitburg gespielt und war anschließend immer in der Eifel als Spieler oder Co-Trainer eingebunden. In Fließem/Nattenheim habe ich ein Jahr lang in der A-Klasse Eifel und später in Speicher bei meinem Heimatverein auch in der A- und B-Klasse gespielt. In den letzten vier Jahren fungierte ich unter Martin Wagener als Co-Trainer beim SV Speicher und habe dort auch zwei Aufstiege von der B-Liga bis zur Bezirksliga hin miterleben dürfen.
11ER: Wie schnell haben Sie sich in Pölich und Detzem eingewöhnt?
Niehl: Für mich ist es ja die erste richtige Trainerstation als verantwortlicher Trainer. Da hast du schon eine ganz andere Verantwortung, als wenn man als Co-Trainer arbeitet, weil du für alles den Kopf hinhalten musst und für alles, was nicht läuft, zuständig bist. Ich habe richtig Bock, mit den Jungs zu arbeiten – es macht wirklich viel Spaß. Das sind alles einwandfreie Charaktere in einem großen Team. Die Spielgemeinschaft ist gut aufgestellt, die Zusammenarbeit mit Tobias Reichert von der zweiten Mannschaft klappt absolut top.
11ER: Zuletzt lief es beim 0:4 in Tarforst nicht mehr so rund. Was waren die Gründe?
Niehl: Tarforst hat uns kaum Ballbesitz gelassen. Und wenn wir den Ball hatten, sind wir damit nicht klargekommen und haben uns durch leichtfertige Fehlpässe wieder um den Spielaufbau gebracht. Wir haben die Offensive von Tarforst nicht in den Griff bekommen. Nach dem 0:3 war die Luft raus.
11ER: Gab es auch Lichtblicke?
Niehl: Das Einzige was gut war, war, dass wir in der ersten Halbzeit über weite Strecken in der Kette gut verschoben haben. Der Einzige, der überhaupt eine gute Leistung gebracht hat, ist Torwart Mike Kirchen. Er hat uns einige Male mit seinen Paraden vor einer höheren Niederlage bewahrt.
11ER: Mit welchem Personal wollen Sie die Jagd nach den drei Punkten gegen den TuS Reinsfeld angehen?
Niehl: Moritz Wagner fällt weiterhin verletzt aus, Nils Engemann befindet sich im Urlaub. Dennis Hontheim hat gegen Tarforst angeschlagen gefehlt und auch Christoph Wagner ist seit vier Wochen verletzt. Vielleicht sind beide gegen Reinsfeld wieder ein Thema. Zumindest für den Kader.