Eine faustdicke Überraschung gelang dem TuS Schillingen in Föhren: Das Team von Trainer Gerd Morgen gewann seine Partie mit 2:1 und setzt sich damit ins Mittelfeld ab.

Föhren ließ insbesondere im ersten Durchgang zahlreiche Möglichkeiten ungenutzt und wurde noch vor der Halbzeit dafür bestraft. Nach einem Foul an ihm selbst verwandelte David Krickel den fälligen Elfmeter eiskalt zum 0:1 (45.). Als Schillingen immer mutiger wurde, stand es nach einer Stunde bereits 0:2. Timo Berang war in Arjen-Robben-Manier von außen nach innen gezogen und schlenzte den Ball mit dem linken Fuß unhaltbar in den Winkel. „Es war ein Traumtor von Timo, das uns zusätzliche Sicherheit gegeben hat“, wusste Morgen um ein ganz wichtiges Tor. Auch dieser Aktion ging ein Zuspiel von Krickel voraus. Der musste mit muskulären Problemen nach knapp 70 Minuten vom Platz, doch Schillingen verteidigte den knappen Vorsprung mit Mann und Maus. Die Hochwälder mussten lediglich noch den Anschlusstreffer von Luis Loibl nach Ecke von Thomas Wagner über sich ergehen lassen. Für den angeschlagenen Jannik Willems kam für die letzten fünf Minuten der etatmäßige Keeper Marius Becker in die Partie. Dessen Part im Schillinger Tor hatte Heiko Witt eingenommen, der mit 43 Jahren noch mal richtig Bock auf Fußball verspürt. So fiel das Fazit des Gästetrainers auch sehr positiv aus: „Es war ein hartes Stück Arbeit gegen eine starke Föhrener Mannschaft. Das, was meine alten Männer in Föhren an Laufarbeit und Hingabe geleistet haben, war schon bemerkenswert. Wir haben das Spiel mit Geschick und Glück über die Zeit gebracht, denn Föhren hat nach dem Anschlusstreffer sehr viel Druck entwickelt. Dennoch hätten wir in der zweiten Halbzeit den Sack früher zubinden können, doch wieder einmal war unsere Chancenauswertung nicht optimal. Doch wir sind wieder bis ans Limit gegangen.“ Föhrens Trainer Sebastian Pull haderte zu Recht mit seiner Mannschaft: „Insgesamt ist es eine sehr unnötige Niederlage, bei wir leider die letzte Entschlossenheit und Konsequenz vorm gegnerischen Tor haben vermissen lassen, um selbst in Führung zu gehen und das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Auch bei den Gegentoren haben wir leider selbst zu viel Mithilfe geleistet und müssen uns diese Niederlage vor allem uns selbst ankreiden.“