Der SV Sirzenich hat sich nach einem 4:1-Erfolg gegen Aufsteiger Schöndorf die Tabellenführung zurückerobert und grüßt vor der anstehenden Spitzenpartie bei der DJK Pluwig-Gusterath von ganz oben.

Knackpunkt war die Gelb-Rote Karte gegen Schöndorfs Sturm-Ass Lucas Jungandreas in der 42. Minute. Zuvor hatten Philipp Geißler nach Vorarbeit von Kevin Endes (9.) sowie Kevin Walter nach Zuspiel von Robin Esser den zwischenzeitlichen Ausgleich von Schöndorfs Julian Völker nach Freistoßflanke von Timo Neumann zu einer 2:1-Pausenführung genutzt. In Überzahl baute der SVS die Führung aus, nachdem Esser einen Steckpass von Simon Klodt im Schöndorfer Kasten unterbrachte – 3:1 (56.). Den Schlusspunkt unter eine kurzweilige, von Sirzenicher Seite dominant geführte Partie setzte Walter mit seinem neunten Saisontor, nachdem Elias Raithel mustergültig vorbereitet hatte. Erfreulich aus Sirzenicher Sicht: Kilian Düpré kam nach monatelanger Verletzung zu seinen ersten Einsatzminuten, nachdem der Verteidiger in der 81. Minute für Geißler in die Partie kam. Schöndorfs Trainer Thomas Werhan sah einen „verdienten Sieg für Sirzenich, weil sie spielerisch homogen wirkten und viele spielerisch gute Jungs in der Mannschaft haben. Sirzenich machte das richtig gut und war uns auch im Elf-gegen-Elf überlegen. Mit einem unserer wenigen Angriffe haben wir durch ein schön heraus gespieltes Tor von Julian Völker das 1:1 gemacht. Nach dem sehr strittigen und seltsamen Platzverweis für Lucas waren wir chancenlos. Die Karte hat sich ungerecht angefühlt und auch beim 1:3 stand der Sirzenicher drei Meter im Abseits. Das soll die gute Leistung von Sirzenich aber nicht schmälern“.

Sirzenichs Trainer Elmar Klodt stellte den Teamgedanken in den Vordergrund: „Wir waren spielerisch und auch insgesamt die bessere Mannschaft, haben allein in der ersten Halbzeit sechs glasklare Torchancen gehabt. Man darf aber auch nicht vergessen, dass Schöndorf, das ich für einen top Aufsteiger halte, eine komplette Halbzeit in Unterzahl gespielt hat. Insgesamt hat es aber auch so gepasst, weil wir defensiv sattelfest standen und gezeigt haben, warum wir erst fünf Gegentore bekommen haben. Und vorne weiß Kevin Walter, wo die Kiste steht.“