Zwischen der SG Weintal und dem TuS Mosella Schweich II gab es keinen Sieger.
„Uns hat die nötige Cleverness gefehlt, den 2:0-Vorsprung über die Zeit zu bringen. Bis zur 70. Minute waren wir die spielbestimmende Mannschaft, aber ab jenem Zeitpunkt haben wir im Spielaufbau den Faden verloren und waren nicht mehr so klar in unseren Aktionen. Da haben wir auch keine guten Entscheidungen mehr getroffen“, war das 2:2 für Weintal-Trainer Dominik Bosl eher eine gefühlte Niederlage als ein gewonnener Punkt. Einfache Ballverluste und viele Fouls im Mittelfeld lähmten den Spielfluss des Aufsteigers. Das 2:1 kam Bosls Meinung nach aus dem Nichts, das 2:2 entsprang einem Abstimmungsfehler nach einem weiten Einwurf. „Da haben sich die Spieler leider nicht an die Vorgaben gehalten“, so Bosl. Seit vier Partien sind die Weintaler jetzt wettbewerbsübergreifend ungeschlagen, doch das zweite Remis hilft eben auch nicht viel weiter. „Wir sind in einer guten Verfassung und waren in den bisherigen Spielen in fußballerischer Hinsicht meist einen Ticken besser. Wir sind mit dem Saisonstart hier nicht unzufrieden“, bekräftigte Bosl den ordentlichen Start. Nach einer Balleroberung von Matthias Kugel ging es kurz vor der Pause schnell. Phil Lübeck netzte zur SG-Führung ein (43.). Das 2:0 entsprang einer tückischen Flanke von Dennis Haas. Louis Berens nahm die Kugel elegant mit, umkurvte den Torhüter und schob zum 2:0 ein (67.). Sechs Minuten vor dem Ende traf Kenneth Harrow mit einem Distanzschuss zum 2:1-Anschluss. Mit fast dem letzten Angriff kam die Mosella doch noch zum Ausgleich. Ein weiter Einwurf wurde von Harrow verlängert, André Schwarz traf am zweiten Pfosten stehend per Kopf zum 2:2 (89.). Mosella-Coach Patrick Quary unterstrich: „Gut war die Moral, dass wir bis zum Schluss daran geglaubt haben, noch einen draufzusetzen und einen Punkt mitzunehmen. Bis auf die zwei Gegentore haben wir in der Defensive gut gestanden. Weil wir alles fußballerisch lösen wollten, haben wir einige individuelle Fehler fabriziert, die prompt zu den Gegentoren geführt haben. Doch für uns spricht, dass wir uns den Punkt erkämpft und ihn praktisch erzwungen haben. Kenneth Harrow ist von der Bank natürlich immer eine Waffe, bilanzierte der Schweicher Trainer.“
