Für die SG Saartal II blieb der Sieg und damit der angestrebte Befreiungsschlag im Abstiegskampf aus. Ganz zur Freude von Gegner Zewen II, dessen Klassenverbleib nun nicht mehr zur Debatte stehen dürfte.


Nachdem das Polster der SG Saartal II zu den Abstiegsrängen in der Vorwoche auf drei Punkte schmolz, wollte die Zweitvertretung im Spiel gegen den Tabellennachbarn aus Zewen unbedingt punkten. Der Befreiungsschlag blieb jedoch aus, denn die Zewener stellten früh auf Sieg: Eric Pasucha traf in der elften Minute zum 0:1. Nachdem eine (Tor-)Reaktion der Saartaler ausblieb, stellte Jakob König in der 44. Minute auf 0:2. Nach dem Seitenwechsel gaben sich die Hausherren nicht auf, spielten weiter mit, konnten aber zunächst keinen Anschlusstreffer verzeichnen. Erst in der 74. Minute verkürzte Christopher Boesen auf 1:2 und ließ der SGS-Reserve damit rund eine Viertelstunde zum möglichen Ausgleich. Nach einer Roten Karte für die Zewener (84.) wuchs die Hoffnung auf einen Punktgewinn – zu diesem sollte es aber nicht mehr reichen: In der 93. Minute traf Zewens Trainer Lars Wagner zum 1:3-Endstand.

„Wir waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend, auch wenn es auf dem Platz von beiden Seiten kein schönes Spiel war. Nach vorne kamen wir zu Chancen, doch es fehlte uns etwas die Kaltschnäuzigkeit. In der zweiten Halbzeit war das Spiel nach dem Handelfmeter zerfahren und wild. In den letzten 30 Minuten war Saartal mehr nach vorne, aber mit dem 3:1 konnten wir das Spiel entscheiden. Insgesamt war der Sieg verdient. Ich habe den Jungs auch nach dem Spiel gesagt, dass zwar rechnerisch noch alles möglich ist, der Klassenerhalt aber jetzt in trockenen Tüchern sein sollte“, fasste Wagner das Spielgeschehen zusammen.

Ähnlich sah es auch Saartals Trainer Erhard Gross: „Zewen war von Beginn an hellwach und hat uns mit konsequentem Pressing vor Probleme gestellt. In der ersten Halbzeit waren wir zu oft einen Schritt zu langsam – das hat den Unterschied gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt, mehr Kontrolle gehabt und das Tempo bestimmt. Der Anschlusstreffer in der 74. Minute kam dann leider etwas zu spät. Wir haben alles nach vorne geworfen, wollten den Ausgleich erzwingen, bekommen am Ende aber noch das 1:3. Die Mannschaft hat sich nicht aufgegeben, aber erneut konnten wir keine Punkte mitnehmen.“

Foto: Archiv/Sandra Maes