In einem turbulenten und torreichen Spiel geriet der schon sicher geglaubte Sieg der Hausherren noch mal in Gefahr, nachdem die Pellinger zur Halbzeit bereits mit 4:1 geführt hatten.


Nach einem Diagonalball von Michael Hassani auf den durchgestarteten Adrian Meier hieß es schon nach 15 Sekunden 1:0 für die SGP. Mit einem direkt verwandelten Freistoß von Merlin Weis kam der SV Konz postwendend zum 1:1-Ausgleich. In einer dominanten Phase gelang es der Elf von Thomas Werhan, noch vor der Pause auf 4:1 zu enteilen. Lucas Jungandreas (27.), Timo Neumann nach Vorarbeit von Leon Falk (35.) und erneut Meier, der nach einem Tiefenpass im Eins-gegen-eins eiskalt blieb und zum 4:1 traf, führten die Hausherren scheinbar mühelos auf die Siegerstraße (40.). Doch dann änderte sich das Bild: Als Jungandreas allein auf weiter Flur in Richtung Konzer Tor zugelaufen war, der Schiedsrichter aber plötzlich auf Abseits entschied, stand es nicht 5:1, sondern zehn Minuten später 4:3. Was war passiert? Louis Berens hatte zunächst nach einem Eckball per Kopf zum 2:4 getroffen, ehe René Blasius eine Flanke von Niklas Keil ebenfalls per Kopf ins lange Eck zum 3:4-Anschlusstreffer bugsierte. Die beiden Konzer Treffer fielen binnen 60 Sekunden. Im Schlussakkord besaßen beide Mannschaften Möglichkeiten zu weiteren Treffern, doch der SV Konz scheiterte entweder an seiner Abschlussschwäche, oder aber guten SG-Keeper Lukas Marmann. „Konz hätte durchaus das 4:4 machen können. Wir müssen den Sack einfach viel früher zu machen. So hat mich auch die vermeintliche Abseitsstellung von Lucy geärgert, weil es ganz klar kein Abseits war. So wie man Lucy kennt, hätte er das 5:1 wohl gemacht. Die Chancenverwertung war unser großes Manko heute, doch es hat gereicht“, zeigte sich Pellingens Trainer Thomas Werhan mit der Leistung nur bedingt zufrieden. Aufgrund einer beispiellosen Verletzten– und Krankheitswelle, die den Konzern in der letzten Woche ereilte, wollte der SVK die Partie bereits verlegen. „So mussten wir viele Umstellungen vornehmen und Spieler aus der zweiten Mannschaft mit nach Franzenheim nehmen. So war die Mannschaft auch völlig unsortiert und ist in Rückstand geraten. Da hatten wir viele Abstimmungsprobleme, die uns mit 1:4 zur Halbzeit ins Hintertreffen geraten ließ. Nach der Halbzeit haben wir ein bisschen was korrigiert und die Tore zum 2:4 und 3:4 gemacht. Mit der letzten Aktion hatten wir sogar noch eine Riesenchance gehabt. So war es durchaus möglich und auch verdient gewesen, wenn wir noch das 4:4 gemacht hätten. Aufgrund der ersten Halbzeit geht der Pellinger Sieg so in Ordnung“, sah auch Konz’ Trainer Stefan Reifenberg eine turbulente und hitzige Partie.