Mit ihrem zweiten Saisonsieg hat sich Aufsteiger SG Weintal in die Top sechs geschoben.
„Wir haben zur richtigen Zeit beide Tore geschossen. Es war aber kein gutes A-Ligaspiel, auch weil wir viele Ausfälle hatten. Es musste viel über den Kampf, die Leidenschaft und die Zweikampfführung gehen. Das haben die Jungs gut gemacht. Niederkell hätte nach der Halbzeit auch ein, zwei Tore machen müssen. Sie hatten auch kurz vor Schluss noch zwei dicke Möglichkeiten. Wir haben aber insgesamt relativ wenig zugelassen, hätten aber unsere Konter früher und besser ausspielen müssen. Mich hat sehr gefreut, dass wir nicht nur die bessere Spielanlage hatten und wir unser Kurzpassspiel relativ gut durchgezogen haben, sondern auch, weil die Null gestanden hat“, zog Weintal-Trainer Dominik Bosl ein kurzum positives Fazit. Jonas Weiland, der erst in der Nacht vor dem Spiel aus dem Urlaub gelandet war, erzielte nach 32 Minuten die Gästeführung. Carsten Schu hatte sich gut bei einem Luftkampf durchgesetzt, Weiland stand richtig und setzte den Schuss exakt ins linke untere Eck. Die Entscheidung reifte, als Louis Berens zwei Minuten vor Schluss eine Verlängerung von Schu in den Lauf gespielt bekam und anschließend allein auf den Torwart der Hausherren zulief und dann cool blieb – 0:2 (88.). Niederkells Trainer Robin Witzel meinte, dass er seiner Mannschaft eigentlich keinen großen Vorwurf machen wolle. „Einzig allein die Effizienz bei der Chancenverwertung war nicht gut. Wir haben halt die Dinger nicht weggemacht. Weil Weintal hoch gepresst hat, haben wir häufig mit langen Bällen agiert. Auch nach der Halbzeit haben wir druckvoll nach vorn gespielt, hatten mehrfach Möglichkeiten zum Ausgleich auf dem Fuß. Doch oft hat der finale Pass gefehlt.“ Jakob Reichert besaß die größte Möglichkeit, als der Kapitän im Eins-gegen-eins aus fünf Metern übers Tor verzog. Als Niederkell in einen Konter lief, stand es 0:2. „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, doch heute hat die Durchschlagskraft von Jannik Klas gefehlt. Ihn haben wir schmerzlichst vermisst.“
