11ER: Wie sehen Sie den knappen 1:0-Erfolg gegen die DJK Pluwig-Gusterath im Rückblick?

Sebastian Pull: Wir waren grundsätzlich sehr zufrieden mit der Leistung, da wir die starke Pluwiger Offensive über die gesamten 90 Minuten komplett in Schach halten konnten und keine klare Torchance zugelassen haben. Zudem haben wir unseren eigenen Ballbesitz immer wieder bis ins letzte Drittel durchspielen können und kamen dadurch oft in gefährliche Situationen.

11ER: Gab es trotz des Sieges auch kritische Aspekte?
Pull: Meine Kritik beschränkte sich darauf, dass wir einige der guten Situationen nicht präzise und konsequent genug zu Ende gespielt haben. Doch am Sieg gab es nichts zu rütteln.

11ER: Die Mannschaft hat sehr viele gute und solide Einzelspieler, doch einen herausragenden Akteur gibt es nicht. Wie würden Sie die Stärken ihrer Mannschaft beschreiben?
Pull: Ich denke, genau das zeichnet uns momentan aus, dass keiner komplett herausragt und wir trotz wiederkehrender Ausfälle unseren Fußball auf den Platz bekommen und diese gut kompensieren können. Sicherlich gibt es zwei, drei Fixpunkte in der Mannschaft, die etwas schwieriger zu ersetzen sind. Deshalb würde ich die Stärken unserer Mannschaft im Zusammenhalt, dem Teamspirit und der mannschaftlichen Geschlossenheit sehen. Einer kämpft und läuft für den anderen, doch selbst im spieltechnischen Bereich habe ich schon Fortschritte gesehen.

11ER: Wie haben die Neuzugänge eingeschlagen?
Pull: Aus der A-Jugend haben wir mit Torwart Raphael Schumacher und Stürmer Fynn Friedrich nur zwei Spieler dazubekommen. Beide hatten bereits Einsätze in der ersten Mannschaft, aber aktuell sollen sie Spielpraxis in der Zweiten sammeln. Ich bin überzeugt, wenn beide so seriös weitermachen und im Training Gas geben, dass sie mittelfristig den kompletten Sprung in die erste Mannschaft packen werden, da es an Talent, Ehrgeiz und Demut nicht mangelt.

11ER: Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?
Pull: Der Start aus den ersten zwei Spielen, die wir verloren haben, war leider alles andere als optimal. Beim 1:4 in Tawern haben wir uns die Niederlage durch schwere individuelle Fehler selbst zuzuschreiben. Am zweiten Spieltag haben wir uns gegen ein topbesetztes Tarforst trotz zahlreicher Chancen noch nicht belohnen können. Doch die zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen waren dagegen ein richtig guter Schritt, da wir unseren Fußball konstant auf den Platz gebracht haben. Die Punkte haben wir dann auch absolut verdient mitgenommen.