„Aufbruchstimmung im Verein“

Sebastian Loewen – SV Leiwen-Köwerich

15. Oktober 2020, 00:00 Uhr

Auch wenn beim SV Leiwen-Köwerich sportlich noch nicht alles reibungslos läuft, blickt Trainer Sebastian Loewen zufrieden auf die bisherige Saison zurück. Grund dafür ist der Aufwind, von dem der ganze Verein nach dem Rückzug aus der Bezirksliga erfasst ist.

11ER: Hallo Herr Loewen, am letzten Spieltag konnte Ihre Mannschaft den ersten Saisonsieg feiern. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Leistung?
Sebastian Loewen: Wir sind sehr zufrieden. Wir mussten lange genug warten und der Dreier war wichtig. Es war auch höchste Zeit.

11ER: Sie haben zu dieser Saison mit Juan David Rodriguez Arismendi und anderen ein paar Neuzugänge bekommen. Welchen Eindruck haben diese Spieler bisher hinterlassen?
Sebastian Loewen: Juan und Michael Schwan gehören zu unseren Stammspielern und sind technisch gute Fußballer. Sie helfen uns spielerisch auf jeden Fall weiter. Matthias Bach konnten wir reaktivieren. Er durfte im letzten Spiel seinen ersten Einsatz feiern. Paul Jostock kam aus der Jugend und hat in seinem ersten Seniorenspiel einen richtig guten Eindruck hinterlassen.

11ER: Ihre Mannschaft zählt zu den ältesten der Liga. Wie sieht es mit der Jugendarbeit in Leiwen aus? Immerhin ist diese für einen Neuaufbau wichtig.
Sebastian Loewen: Die Jugendarbeit ist elementar wichtig für die Zukunft unseres Vereins. Mit Paul haben wir jetzt endlich mal wieder einen Spieler rausbekommen. Ansonsten sieht es in den nächsten zwei, drei Jahren wohl eher mau aus. Da müssen wir uns im Verein etwas überlegen und kreativ werden, gerade weil wir eine der älteren Mannschaften sind. Wir haben eine JSG mit Mehring und anderen. Leider sind davon aktuell nicht viele Spieler aus Leiwen und normalerweise wechseln die Spieler im Seniorenbereich zu ihren Heimatvereinen. Wir sind aber dran und der Vorstand erarbeitet gerade ein neues Gesamtkonzept.

11ER: Wie sind die Pläne für die kommenden Jahre? Werden auch sportliche Ziele ausgegeben?
Sebastian Loewen: Der neue Vorstand ist sich noch am finden, aber die Resonanz im Dorf ist positiv. Wir haben in jedem Heimspiel in etwa so viele Zuschauer wie in der Bezirksliga und man ist auch nicht mehr so kritisch. Es gibt eine Aufbruchstimmung im Verein und der Vorstand will sich mit guten Ideen aufstellen. Es gibt also nicht nur auf dem Platz einen Neuaufbau. Umso schöner sind dann aber sportliche Erfolge.

11ER: Im kommenden Spiel wartet der SV Mehring II, der ebenfalls im Umbruch ist. Wie schätzen Sie Ihren Derbygegner ein?
Sebastian Loewen: Mehring ist unser JSG-Partner und einige Spieler unserer ehemaligen Ersten spielen jetzt bei ihnen im Verein. Sie haben das gleich Ziel und wollen die Klasse schnellstmöglich halten. An sich erwarte ich deshalb eine ausgeglichene Partie. Da uns aber Paul Jostock und unsere Stürmer fehlen, außerdem die Mehringer Erste spielfrei hat, sehe ich aufgrund dieser Umstände Mehring als Favorit.

11ER: Wo sehen Sie die Stärken der Mehringer Reserve?
Sebastian Loewen: Das ist bei zweiten Mannschaften immer schwierig zu sagen. Axel Thomas hat bei Leiwen Bezirksliga gespielt und ist sicherlich ein Mann, den wir ausschalten müssen. Auch Carsten Cordier in der Abwehr und Jürgen Spieles, der die Bälle verteilt, sind gute Spieler. Wir wissen also, auf wen wir achten müssen. Letztendlich ist es aber eine Wundertüte, da wir nicht wissen, wer auf dem Platz steht. Wir müssen deshalb auf unsere Stärken schauen. Der Kunstrasen hat uns bisher gut gelegen, denn wir können kombinieren. Es gilt aber auch den Kampf anzunehmen, denn es geht um einen Nichtabstiegsplatz.

11ER: Wie ist die personelle Lage vor dem Derby? Wieso fallen Ihr Stürmer aus?
Sebastian Loewen: Andre Alten fällt mit Knieproblemen auf unbestimmte Zeit aus. Die Diagnose steht noch aus, aber es sieht nicht sonderlich gut aus. Michael Scholtes muss leider arbeiten. Damit fallen von unseren acht Toren sechs weg. Dafür müssen jetzt andere in die Bresche springen. Wir müssen auch mal aus dem Mittelfeld gefährlich werden. Paul Jostock muss arbeiten und fällt ebenfalls aus, dafür ist Timo Toppmöller zurück.

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