Der SV Schleid feierte gegen ein vor allem in der zweiten Halbzeit überfordertes Zewen einen deutlichen 6:1-Kantersieg.




Es war der erste Saisonsieg überhaupt für die Eifeler, die sich damit vorerst aus dem Tabellenkeller verabschieden, in dieser Woche aber eine englische Woche vor sich haben. Spielertrainer Taner Weins zeigte sich deshalb auch erleichtert, legte den Fokus aber bereits auf das am Mittwoch gegen die SG Ruwertal stattfindende Nachholspiel. „Ich hoffe, dass der Knoten endlich geplatzt ist. In der ersten Halbzeit haben wir uns noch ein bisschen schwer getan, weil wir im letzten Drittel zu ungenau agierten. Doch dann haben wir Zewen mit unserem druckvollen Spiel zu Fehlern gezwungen und hohe Ballgewinne generiert. Wir wollten den Sieg einfach mehr. Jetzt genießen wir dem Moment, doch am Mittwoch geht es gegen eine starke Ruwertaler Mannschaft schon wieder weiter. Wir dürfen uns nicht ausruhen und müssen fokussiert bleiben“, so Weins. Youngster Robin Braun ließ Schleid nach sechs Minuten in Front ziehen, doch Yannick Andreas fand für Zewen noch eine passende Antwort (22.). Ein Doppelschlag von Tim Hartmann vor bzw. nach der Halbzeit ebnete den Eifelern den Weg zum ersten Saisonsieg. Fabian Mertes ließ den Vorsprung mit dem 4:1 komfortabel aussehen (61.), ehe Elmedin Shabani (70.) und Bagok Akpinar (86.) im Schlussabschnitt das halbe Dutzend für die dominanten Schleider vollmachten. In der Nachspielzeit sah Zewens Simon Blasius nach einem verbalen Disput mit Schiedsrichter Marc Schiry zu allem Überfluss auch noch die Rote Karte. „Die Leistung in der zweiten Halbzeit war einfach bodenlos. Es hat an allem gefehlt, es war sehr enttäuschend. Der Schiedsrichter hat überreagiert und Simon dann Rot wegen einer kleinen Aussage, die nicht schlimm war, gegeben“, war Zewens Coach Dominik Wintersig mächtig sauer auf die Leistung seiner Schützlinge.

Foto: Sandra Maes