Weil der FSV Salmrohr diesmal seine Chancen nicht optimal nutzte, kam er gegen das abstiegsbedrohte und personell dezimierte Sirzenich diesmal nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus.
So kam der SV Sirzenich beim Tabellendritten in Salmrohr zu einem überraschenden, aber keineswegs unverdienten Punktgewinn, der mit diesem Remis wohl seine minimalen Chancen auf die Tabellenspitze eingebüßt haben dürfte. So konstatierte FSV-Coach Frank Thieltges, dass „wir uns das Ergebnis selber ankreiden müssen. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt und zwei Punkte liegengelassen. Unterm Strich steht ein schmeichelhaftes Unentschieden für den Gegner. Wenn wir die Torchancen nutzen, ist das Spiel frühzeitig entschieden“, bemühte der 55-Jährige den Konjunktiv. „So haben wir uns zu den ersten zwei Plätzen weiter entfernt. Es wird so ungleich schwerer in den nächsten Wochen für uns, da die Eintracht und Daleiden offenbar sehr konstant unterwegs sind und sich keine Blöße geben. Es fällt mit natürlich schwer, daran zu glauben, dass beim Spiel in Trier eine Mannschaft auf dem Platz gestanden hat bei Schoden. Das 13:0 ist schon ein Ergebnis, welches für Bezirksligaverhältnisse schon sehr überraschend ist.“ Doch so ganz unverdient war der Punktgewinn für den SVS nicht. Luca Clemens verpasste die Gästeführung bereits in den ersten zehn Minuten, doch nach knapp einer halben Stunde war wes soweit, als Dominic Zimmermann einen Eckball von Kevin Walter per Kopf veredelte – 0:1. Salmrohr kam zurück und egalisierte nach 36 Minuten durch einen Kopfballtreffer von Hendrik Thul – 1:1. Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit gehörten dem FSV, der die Partie durch den zwölften Saisontreffer von Jan Brandscheid drehte, nachdem Luca Bierbrauer zuvor noch auf der Linie geklärt hatte – 2:1 (59.). Anschließend durfte sich der SVS bei seinem Keeper Felix Bollig bedanken, der zweimal einen Distanzschuss bzw. einen Freistoß von Louis Thul um den Pfosten lenkte. Sirzenich gab sich nicht geschlagen, hatte durch Luca Valerius und zwei Freistöße von Patrick Herres selbst Gelegenheiten, früher auszugleichen. Als sich Zimmermann eine Minute vor Schluss ein Herz fasste und durch die gesamte FSV-Abwehr marschierte, wurden die Angriffsbemühungen der Gäste doch noch belohnt – 2:2 (89.). Sirzenichs Trainer Tillmann Schweitzer war sehr zufrieden. „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute eine konzentrierte Vorstellung gezeigt, sieht man von der 55. bis 75. Minute ab, als wir einige Spieler verletzungsbedingt rausnehmen mussten und Salmrohr am Drücker war. Wir haben eine furiose Schlussviertelstunde hingelegt und uns mit dem 2:2 belohnt.“
Foto: Sandra Maes
