Im richtungsweisenden Spiel zweier abstiegsbedrohter Mannschaften behielt die SG Saartal II gegen den FSV Trier-Kürenz die Oberhand. Ein Erfolg, der den Gästen den Weg zum Klassenerhalt ebnen könnte.
Auf Platz zwölf und 14 der B-11 angesiedelt und vor dem direkten Duell nur vier Punkte voneinander entfernt, war die Partie zwischen Aufsteiger Kürenz und Saartal II richtungsweisend für den Abstiegskampf. Und ausgerechnet in diesem Duell klemmte es bei den Hausherren abermals in der Offensive, wie Trainer Stephan Wicht erklärte: „Wir spielten ordentlich, kassierten aber nach zwei Standards die Gegentore. Unser Torwart zweigte noch zwei, drei Glanzparaden. Auch wir selbst hatten Chancen, doch die nutzten wir nicht. Es hätten mindestens zwei Tore für uns fallen können, aber wir trafen Latte, Pfosten oder es war ein Bein von Schoden dazwischen. So verliert man dann mit 0:2. Wahrscheinlich hätten wir auch noch zwei Stunden spielen können, ohne dass ein Tor fällt. Solche Tage gibt es leider.“
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nickte Dominik Blau nach einem Freistoß zur Führung der Saartal-Reserve ein. Im zweiten Durchgang wurde Kürenz aktiver und suchte seine Chancen in der Offensive. Die Jagd nach dem Ausgleich wurde jedoch jäh unterbrochen: Kim Schu köpfte eine Ecke zum 0:2 ein. Eine ruhige Schlussphase wartete laut Saartals spielendem Co-Trainer Benedikt Lui aber nicht auf die Gäste: „Es war ein intensives Spiel. In der ersten Halbzeit hatten wir die Partie sehr gut unter Kontrolle und viel Ballbesitz. Kürenz hat jedoch sehr konsequent verteidigt, sodass es uns selten gelungen ist, bis ins letzte Drittel durchzuspielen. Entsprechend konnten wir uns nur wenige klare Torchancen erarbeiten. Kürenz hat vor allem auf Umschaltmomente gelauert, die unsere Defensive aber über weite Strecken gut wegverteidigt hat. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel deutlich offener, weil Kürenz mehr ins Risiko gegangen ist und selbst aktiver nach vorne gespielt hat. Genau in dieser Phase haben wir nach einem Eckball das 0:2 nachgelegt – Kim Schuh stand dabei goldrichtig. In der Schlussphase wurde es nochmal richtig brenzlig. Kürenz traf zweimal die Latte, da hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück. Insgesamt hat sich aber jeder Spieler reingehauen und vor allem in den letzten Minuten leidenschaftlich verteidigt.“
Ein Sonderlob von Lui verdiente sich Saartals Schlussmann Thomas Stork, der „mit mehreren starken Paraden seine weiße Weste“ bis zum Abpfiff festhielt. Dank des Erfolgs haben die Saartaler nun ein Polster von sechs Punkte auf Nachbar Udelfangen und sieben Zähler auf Schlusslicht Kürenz.
Foto: Archiv/Sandra Maes
