Im Derby vor 369 zahlenden Zuschauern – inoffiziell wurde von 450 Besuchern gesprochen - in Irsch gab es keinen Sieger.

Mit ihren ersten zwingenden Möglichkeiten legten die Saartaler zwei Tore vor. Lennard Wagner verwertete nach einem Konter einen Steckpass von Simon Fliegen zum 1:0 (19.). Nach 32 Minuten stellte Nico Kruppert nach einer schnellen Umschaltbewegung, als der Ball über den kompletten Platz getrieben wurde, auf 2:0. Als Pascal Hurth einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter mit dem Halbzeitpfiff zum 2:1-Anschlusstreffer in die Maschen drückte, war die emotional, aggressiv, doch überwiegend fair geführte Partie wieder offen. Als Tawerns Goalgetter Hurth eine Flanke von Jonathan Konrad zum 2:2-Ausgleich nutzte (60.), wurde es turbulent und hitzig. Tawerns Keeper Jonas Krista rettete mit einem parierten Foulelfmeter von Nicolas Jakob in der dritten Minute der Nachspielzeit den Gästen einen Punkt. „Wir haben zum ungünstigen Zeitpunkt mit der Halbzeit das Gegentor bekommen. Tawern hatte mehr Spielanteile, wir waren bis dato sehr effizient, doch hinten raus ist es sehr bitter, nicht doch den Dreier gezogen zu haben. Der Elfmeter von Nici war nicht schlecht geschossen, Krista hat aber auch stark pariert“, war das Ergebnis für Saartal-Sportchef Philip Kramp dennoch gerechtfertigt. Tawerns Coach Steve Birtz sah eine „richtig gute erste Halbzeit, deren zwei Gegentore aus heiterem Himmel gefallen sind. Da haben wir schlecht verteidigt. Durch den parierten Elfmeter hat uns Jonas aber noch den einen Punkt gerettet.“ Pascal Kirch war in der 32. Minute umgeknickt und musste mit dickem Knöchel vom Platz. Auf Saartaler Seite hatte sich Torwart Julius Seibt, der diesmal vor Maxi Wirkus den Vorzug bekam, verletzt, wurde bereits nach zehn Minuten gegen Wirkus ausgetaucht. Philip Kramp: „Für Julius tut es mit sehr leid, er hatte ja schon einen Handbruch erlitten. Und nun das. Die erste Diagnose lautet Außenbandanriss. Doch die MRT-Untersuchung steht noch aus.“

Foto: Sandra Maes