11ER: Ihre Mannschaft steht schon nach vier Partien mit dem Rücken zur Wand. Was muss passieren, dass das angestrebte Ziel Klassenerhalt erneut erreicht wird?
Roger Reiter: In erster Linie müssen wir am Samstag in Speicher einen Dreier einfahren, damit man darauf aufbauen kann. Man sieht, dass – von den Ergebnissen her – jede Woche eine andere Überraschung ins Haus steht und jeder jeden schlagen kann. Von daher bin ich überzeugt, dass wir die Klasse halten können. Das gelingt natürlich nicht, wenn wir solch blutleere Auftritte hinlegen wie gegen Schoden. Generell müssen wir solche Tugenden wie Kampfkraft, Einsatzbereitschaft, Laufbereitschaft, Tempo annehmen und 120 Prozent geben. Die Mannschaft muss einfach wollen und sich für dieses Ziel zerreißen. Diese Tugenden habe ich gegen Ehrang und gegen Schoden nicht gesehen. Wir müssen jetzt die Kurve kriegen.
11ER: Die Ausfallliste ist lang und noch immer nicht kleiner geworden. Welche Spieler fehlen denn seit Wochen mit diversen Dingen?
Reiter: Pierre Valerius, Timo Schakat, Jonas Knauf, Simon Eppers, Pascal Espinosa, Norman Schneider, Luca Hardt, Arne Becker und Sebastian Milbert sowie Patrick Rings. Doch diese Fehlzeiten sollen für mich nicht als Entschuldigung gelten. Die Spieler, die auf dem Platz stehen, müssen ihre Leistung abrufen. Nicht mehr und nicht weniger.
Reiter: Jan Junges kam von der SG Riol, aus der Mosel-Hochwald-B-Klasse. Das ist ein junger Spieler, der willig ist und im Training voll mitzieht. Er hat bisher einen guten Eindruck hinterlassen. Als Mittelfeldspieler, der über die Außenbahn kommt, bringt er Tempo mit, muss aber noch an seiner Passgenauigkeit und den Laufwegen arbeiten. Also in taktischer Hinsicht muss er noch dazulernen. Tobias Hahn und Lars Oldenburg haben wir aus der zweiten Mannschaft nach oben beordert. Tobi hat ein Spiel absolviert, ist ein zweikampfstarker Innenverteidiger mit einem guten Stellungsspiel. Lars ist auf den Außenpositionen sehr zielstrebig unterwegs, lernwillig und wissbegierig. Natürlich haben beide noch Luft nach oben.
Reiter: Kopfzerbrechen bereitet mir, dass wir jeden Sonntag mit einer anderen Mannschaft spielen müssen. So fehlt die Eingespieltheit. Die Defensive allein ist es nicht, die für die 16 Gegentore verantwortlich ist. Auch die Stürmer und Mittelfeldspieler müssen die Wege nach hinten gehen.
Reiter: Jonas Knauf wird wohl in diesem Kalenderjahr nicht mehr spielen, nachdem er sich voriges Jahr in Speicher einen komplizierten Armbruch zugezogen hatte. Simon Eppers hatte sich zwei Finger verstaucht im Training. Er kommt langsam wieder, spielt aber immer noch mit Schmerzen in den Fingern.
Reiter: Daniel ist ein Vollblutstürmer, der dahin geht, wo es wehtut. Er bindet seinen Körper immer mit ein, ist torgefährlich und kopfballstark. Einen solchen Stürmer hast du nicht alle Tage. Ich habe ihn auch zum Kapitän ernannt, weil er Führungsaufgaben übernimmt und auch menschlich ein ganz feiner Kerl ist.