Der Titelkampf ist zu einem Zweikampf geworden. Bisher liegen der SV Ayl und die SG Freudenburg gleichauf und sorgen für Spannung an der Spitze. Satte zehn Punkte dahinter kommt erst der Tabellendritte aus Tawern – und das mit einem Spiel mehr als die Topteams. Ähnlich großen Abstand hat der SV Krettnach II, allerdings zu den Nichtabstiegsplätzen. Der Absturz in die D-Klasse scheint unvermeidlich.
SV Ayl
Lange Zeit sah es nach einem Durchmarsch der SG Freudenburg aus. Doch der SV Ayl hat sich unter Trainer Dietmar Hürter gemausert und liefert sich mit der SGF einen spannenden Titelzweikampf. Prunkstück ist die starke Defensive, die nach 16 Spielen erst 16 Gegentore zugelassen hat. Zudem ist die Offensive oft in Torlaune und hinter Freudenburg mit 59 Treffern die zweitbeste der Liga. Hürter betonte im Laufe der Hinrunde immer wieder, dass seine Mannschaft auf Ausrutscher der Freudenburger lauere. Er selbst weiß aber auch, dass Freudenburg nicht locker lassen wird. Dieser Zweikampf wird spannend bis zum Schluss!
SG Freudenburg
„Es sieht gut aus. Wir sind zufrieden mit der Saison. Es ist ganz gut gelaufen. Wir fangen jetzt mit der Vorbereitung eine Woche früher an, wegen des Nachholspiels, also circa Ende Januar. Wir hoffen, dass alle unsere Verletzten bis dahin wieder fit sind“, sagt Freudenburgs Trainer Thomas Repplinger. Seine Mannschaft bot konstante Leistungen und war auf dem besten Wege in Richtung B-Klasse. Wohlgemerkt ist sie das immer noch, allerdings hat sie nun mit dem SV Ayl einen Konkurrenten, der nicht locker lassen wird.
SV Tawern II
Auf dem dritten Platz, zehn Punkte hinter den beiden Topteams, reiht sich der SV Tawern II ein. Nach holprigem Start zeigt die Formkurve dieses Teams steil nach oben. Stellt der SVT seine Auswärtsschwäche ab, werden sicherlich noch einige Punkte mehr gesammelt. Der Zug nach ganz oben scheint allerdings schon abgefahren.
SG Wincheringen
Stell Dir vor, Du spielst bei der SG Wincheringen und plötzlich bist du Vierter. Uwe Repplinger, der Thomas Sauerwein als Trainer der SG WMP nach acht Spielen ablöste, startete eine starke Serie und heimste in acht Spielen sechs Siege ein. Allen voran Stürmer Christophe Maio ist in bestechender Form und sorgte mit 13 Saisontoren für diesen Aufschwung. Der Abstand zu den beiden Topteams scheint zu groß, doch Platz drei hat Wincheringen nach dieser
Serie weiterhin im Visier.
VfL Trier II
Die Trierer haben sich auch nach oben gewurschtelt – allerdings etwas im Zick-Zack-Modus. Denn wirklich konstant und berechenbar tritt die zweite Mannschaft des VfL in dieser Saison nicht auf. Das Potenzial scheint da zu sein, wird jedoch selten auf den Platz gebracht. Erst in den letzten fünf Spielen (vier Siege) ging es voran – mehr Punkte sind im neuen Jahr also nicht ausgeschlossen.
SG Nittel II
Nittel hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gefangen und im Mittelfeld etabliert. Trainer Torsten Konter glänzt nicht nur immer mehr als Torjäger, sondern auch als Coach.
SG Saarburg II
„Wir sind mit der Hinrunde bis auf die letzten drei bis vier Spiele zufrieden. Gegenüber letzter Saison haben wir ein gutes Ergebnis erzielt, wobei wir gerade in den letzten Spielen mehr hätte erreichen können. Die Vorbereitung wird Ende Januar wieder beginnen. Wir werden versuchen, uns noch mal taktisch und spielerisch zu verbessern“, meint Saarburgs Trainer Oliver Hauser. Er steht mit seinem Team im gesicherten Mittelfeld und sollte mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Allzu weit nach oben wird es vermutlich aber auch nicht gehen.
SV Filzen-Hamm
Seit vier Spielen wartet der SV Filzen-Hamm nun schon auf einen Sieg und hat dadurch seine gute Ausgangsposition in der Tabelle verspielt. Grund dafür ist die löchrige Defensive (43 Gegentore). Denn an der Offensive liegt es freilich nicht: Dort schossen Florian Can Kucklick und Co. 47 Saisontore – der viertbeste Wert der Liga. Exemplarisch für den Saisonverlauf des SV Filzen-Hamm steht wohl das 5:8 gegen die SG Freudenburg. Man stelle sich nur vor, wo der SVF mit einer stabilen Defensive stünde …
SV Wasserliesch II
„Wir mussten uns als Aufsteiger erst mal in der Liga zurechtfinden. Man hat dann im Laufe der Vorrunde schon gemerkt, dass sich die Mannschaft findet. Wir haben gegen Tawern noch mal gesagt, dass wir mit 22 Punkten noch nicht gesichert sind, aber wir können dann nach der Winterpause unser Ziel, den einstelligen Tabellenplatz, erreichen. In der Winterpause wird dafür aber auch viel trainiert werden müssen“, sagt Wasserlieschs Trainer Jens Schumacher.
SG Kirf
Kirf hat mit zwei Nachholspielen die Trümpfe noch in der Hand, um sich in der Tabelle weiter hochzuspielen. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch ging es immer weiter bergab. Die zwei übrigen Spiele sollten die Kirfer nutzen, sonst schmilzt das Punktepolster auf die unteren Tabellenregionen dahin.
SV Konz III
„Wir haben stark angefangen und stark nachgelassen. Wir waren zu Saisonbeginn richtig stark, hatten dann ein kleines Tief, auch durch die vielen Verletzten und Ausfälle. Einige Spieler kommen jetzt aber nach und nach alle wieder zurück. Wenn wir komplett und vollzählig sind, können wir auch gegen die oberen Teams gewinnen. Für die Rückrunde bin ich guter Dinge, dass wir ein paar Punkte mehr sammeln können und in der Tabelle auch weiter nach oben kommen“, sagt Dirk Louis, Trainer der SV Konz III.
SG Saartal III
„Man muss zur Winterpause sagen, dass wir in der Tabelle auf keinem Abstiegsplatz überwintern, trotzdem stehen wir mit unten drin. Wir haben es in einigen Spielen versäumt, die Punkte zu machen, die wir machen mussten. Wir hatten aber auch einige Verletzte aufzuweisen“, resümmiert Saartal-Coach Florian Wagener, der den Blick auf das wichtige Nachholspiel gegen den SV Krettnach II richtet: „Wir gehen noch in das Nachholspiel gegen Krettnach II. Man muss die Krettnacher ernst nehmen, egal, wie schwer es da wird. Dort müssen wir die Punkte einfahren.“ Wie auch Kirf können die Saartaler ihre Ausgangsposition durch die zwei Nachholspiele im neuen Jahr noch verbessern.
FC Könen II
Der Saisonstart war famos, doch dann ging‘s steil nach hinten los. Könen kommt nicht mehr vom Fleck und kann sich glücklich schätzen, dass nur der SV Krettnach II weniger Punkte eingesammelt hat. Der Anschluss ist immer noch da, doch Punkte sollten im nächsten Jahr her, sonst könnte es knapp werden.
SV Krettnach II
Mit nur zwei Punkten sieht die Zukunft der zweiten Krettnacher Mannschaft bislang D-klassig aus. „Wir sind in einer schwierigen Situation. Wir stehen unten drin, haben aber auch noch ein Nachholspiel. Ich hatte mir ein paar Punkte mehr gewünscht, um ins neue Jahr zu gehen. Im Endeffekt muss man ehrlich zu sich selbst sein und einsehen, dass wir nächste Saison wahrscheinlich D-Klasse spielen werden“, sagt Krettnachs Spieler Thorsten Fusenig.